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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
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Und als die Schar der Knechte schlief,Schnürt er sein Bündel rasch nnd liesZum Stall nnd kettet los sein Roß,

Mit dem er in die Weite schoßNach Köln, hindurch die schwarze Nacht,

Und als der Morgen roth erwacht,

Zieht er durchs Thor, dnrchfragt die Gassen,Um nicht die Spanier zu verpassen.

Der Obrist hatte sein QuartierIm Kümpchenhofc:Ich bin hier!"

Rief Werth ihm zu. Der ließ ihn schwören,Dem Reich nnd Kaiser zu gehören.

Dann ward das richt'ge WerücgcldIn blankem Gold ihm zngcstcllt.

Das sandt' dem Frciherrn ans dem SchloßDer Werth als Zahlung für das Roß.

Bald stand mit Waffen er bewehrt:

Ein Reiter war Johann von Werth.

Da ging ihm erst das Leben ans,

Da fing erst an sein Lebenslauf.

Wie wir hier all zusammen sind,

Ward er des Krieges lustig Kind.

Denn wenn die Welt der Sturm durchweht,Daß wild es drunter und drüber geht,

Denn wenn sein Gut von Tag zu TagDer Mensch nicht sein mehr nennen mag,

Da zieht der echte Kerl hinaus,

Da wird ein leichtes Zelt sein Hans,

Da wird sein Stuhl ein rasches Pferd,

Und Pflug nnd Werkzeug wird das Schwert.