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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
Seite
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Mit ihm ins deutsche Reich zu reitenUnd für den Kaiser dort zu streiten.

Doch Werth, dem noch der rothe ZornIm Blute kocht, trifft wie ein DornDes Kriegers Wort. Er rufet laut:

Eur Volk ist auch das rechte Kraut!

Glaubt Ihr, ich sei schon so versunken?

Ich passe nicht zu den Halunken.

Auch bin ich nicht nach Krieg begehrlich,

Ich bleib im Land und nähr mich ehrlich."

Doch als mit Sang und Klang die SchaarAbends zum Rhein gezogen war,

Ging in den Klee die Grct hinaus,

Sie Holle Futter für das Hans.

Nachschlich der Werth, ein täppischer Junge.Als er ihr naht, klebt auf der ZungeDas Wort ihm fest. Sic fragt im Scherz:Was willst du?" Und ihm kam ein Herz.

Er stottert:Dich will ich zum Weib!"

Sie lacht:Das war' ein Zeitvertreib!

Du grüner Bursch zählst neunzehn Jahr,

Ich einundzwanzig ans ein Haar.

Du bist nichts, hast nichts! Kurz und recht,Ich mag auch keinen Pferdeknecht!"

Werth war's, als schlang' der Grund ihn ein.Als schlüg' der Blitz ihm ins Gebein,

Dann sprang er spornstreichs fort und rannteZum alten Schlosse. Jähzorn brannteIm Haupt, ihm war das Herz zerrissen.

Beim Mahle er keinen Bissen,