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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Gelüstct'S ihin nach einem Schmatz,

Er sticht im Knhstall seinen Schatz.

Was schaut er dort? Zehn NcitcrsknechtcSind mit der Grete im Gefechte.

Sic kämpfen all nm einen Kuß.

Es wehrt die Maid sich, wie sie muß.Backpfeifen waren da nicht thcucr,

Sie kratzt und beißt. Doch Ocl ins FeuerGießt nnr der Dime deutscher Trutz;

Denn Wcibcrkraft ist nimmer nutzVor zehnfach kräft'gcm Männcrmnth.

Ach, sie erliegt! Da faßt die WuthDen stillen Freier Jan don Werth,

Der zornig in die Bursche fährt.

Sich selbst nicht kennend, faßt er anUnd schlendert wuchtig Mann für MannNasch durch die offen stehende Thür.

Wie kommt denn all das Volk herfür,

Das zuckend, zappelnd mit den ArmenUnd Beinen flügclnd ohn ErbarmenZum Hofe fährt in kurzer Frist?

Zehn Reiter liegen auf dem Mist.

Der Obrist, der am Fenster standUnd Alles sah, kam hcrgcranntUnd tobt und flucht. Dann staunt er an,Daß Einer all dies Werk gcthan,

Und denkt, den Burschen möcht' er werben,Der sollt' ihm manchen Feind derderbcnIn Wald und Haid'. Gedacht, gethan!

Er fordert auf den starken Jan,