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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
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Der neue Kaiser Ferdinand,

Der treu zum alten Glauben stand,

Rief Fluch und Bann den neuen Christen,Den Luther'schcn und Calvinisten.

Da kam gar schlimme Jagd den Ketzern,Die aber spielten Trumpf den Hetzern.

In Böhmen, Schlesien, Ungarn, MährenBegann im Volk ein furchtbar Göhren,

In Pommern, Brandenburg und SachsenSah man den rothcn Aufruhr wachsen.

Es sengte durch das deutsche LandEntsetzlich wüster KricgeSbrand.

Von Ost zum West, von Süd zum NordenHinzogen wilde Strciterhordcn.

So ritt zur Schmiede einst sein PferdIns nahe Dorf Johann von Werth.

Wie seltsam schlug ihm ans das Herz,

Als er, umhüllt von blankem Erz,Kriegshanfcn sah in voller Wehr!

Sic waren von Spinola's Heer,

Des Spaniers, der mit seinen HansenNach Deutschland ging, sich dort zu raufenIm Dienst des Reichs. Das war der Mann,Der schweigend sprach im Hecrcsbann,

Der sah, wenn er das Aug' geschlossen,

Der wachte für die KricgsgcnossenIm Schlafe selber. Hei, wie zogenFußvolk und Reiter kühn vermögenIn Wamms und Panzer, Helm und Hut,

Mit Büchs', Hellbarde, Degen gut,