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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
Entstehung
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Doch leider könnt' sie Keiner zähmen,

Es mocht' in Acht sich Jeder nehmen.

Sic keilte, biß nnd schlug im Kreise,

Drum stand sie auch gering im Preise.

Wer kaufet, was unbrauchbar ist?

Da bot der Werth sich an zur Frist:

Gebt mir das Roß, ich krieg' cs klein!"Und muthig sprang er drauf hineinUnd traf's am Haupt. Da taumclt's hin.Dann aber schwang mit kühnem SinnDer wackre Bursch sich auf den Rücken,

Und sich, es folgt' in allen Stücken,

Durch seiner Schenkel Kraft gelenkt.

So kauft's der Freiherr. Schier geschenktWar ihm das Thier. Doch in die PflegeNahm cs der Werth jetzt allerwege.

Fortuna nannte man das Roß,

Als man cs an die Kette schloß.

Zwar durfte ihm kein Andrer nahn.

Sonst fühlt er seinen Huf imd Zahn,

Doch folgt's dem Jungen wie ein HundSo zahm und fromm zum Ackcrgrnnd,

Zu Wald nnd Haid'! Und schlecht und rechtWard nun der Werth ein Pferdeknecht,

Der hier ani Pfluge, dort am WagenViel Segen in das Haus getragen.

Auch wuchs im Ansehn er der Mädchen,Zumal stach er ins Aug' dem Grctchcn.

Jndeß tobt' auf des Krieges Wnth;Im Reiche gab es Mord und Bütt.