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Johann von Werth : eine deutsche Reitergeschichte
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Der Alte hatte seine Noth,

Gott gab ihm spärlich täglich Brod,

Doch wuchsen Prächtig in der RundDie Burschen fröhlich, frisch, gesund.Johann zumal gedieh an Wuchs.

Stark wie ein Wolf, klug wie ein FuchsWar er von Sorte sonder GleichenMit Schalkenslückcn, Schelmenstreichen.

Doch ward er bald von Hans gethan.

Es fleht die Burg von SchlendcrhanUnfern der Erft am Hügclhang,

Dort wohnen lange Jahre lang

Die Freiherrn Frcntz. Jan kam aufs Gut

Und übte dort die Schweinehirt.

So fand er rings in Wald und Haide,

In Hof und Stall, ans Feld und Weide,Von Welt und Leben abgeschieden,

Viel gute Tage voller Frieden.

Rur manchmal klopft ihm ans das Blut,

Es steigt ihm in den Kopf die Glut,

Das ist, sicht er das schlanke Gretchen,

Potz Blitz, ein sauber lustig Mädchen!

So hat er, was sein Her; begehrt.

Nun brachte man der Zeit ein PferdZum Ankauf nach der Frciherru Gute,Es war 'ne junge schwarze Stute,

Von festen Gliedern, schlankem Wuchs,Ihr Aug' war Feuer, und wie ein LuchsWar sie unbändig, wild und stark,

Gleich Blitzen zuckt cs ihr im Mark.