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Türkei und Griechenland (1826 und 1830)
Die Lage des türk. Reichs hat sich seit dem Frieden nicht gebessert. Mah-muds europäische Reformen, die neue Staatstracht seit dem März 1820, dieVernachlässigung der alten Gebrauche, die neuen Truppen ic. sind dem Volke einÄrgerniß; die erhöhten Abgaben eine drückende Last; die christliche Bevölkerungwandert aus; die asiatischen Bergvölker verweigern die Abgaben und empören sich;die Albanesen verlangen den rückständigen Sold und kämpfen schon seit 1829 fürihre Unabhängigkeit. Der Großvester Reschid Pascha ist von ihnen geschlagen wor-den, und der unternehmende, jetzt von der Pforte geachtete Pascha von Scutarischeint mit den Insurgenten einverstanden zu sein. Dazu kommt die Spannungmit Serbien wegen der 6 Districte, der Ungehorsam des Mcckönigs von Ägyptenund Frankreichs Eroberung von Algier (5. Juli 1830): so höhlt sich der Abgrundimmer tiefer aus, welcher das wankende Gebäude des asiatischen Despotismusan dem klassischen User des Bosporos zu verschlingen droht. Stürzt Osmans blu-tiger Thron, so richte dort ein zweiter Phidias das Bild der rhamnusischcn Göttinauf! 20.
(Geschrieben im August 1830.)
und des Grafen RaczynSki „Malerische Reise in einige Provinzen des osman. Reichs"(das Original erschien in poln. Sprache 182l, Fol., mit 80 trcffl. Kpfn. und Char-ten; dann deutsch, 1824, ebenfalls auf Kosten des Berfs., und in einer wohlfeilenAusg. von H. v. d. Hagen, Bresl. 1825); R. Walsh's (Kaplan der brit. Gesandt-schaft in Konstantinopel) „Reise von Konstantinopel durch Rumelien, das Balkange-birge, Bulgarien, dis Walachei, Siebenbürgen und Ungarn" (a. d. Engl, von W. A.Lindau, 2 Thle., Drcsd. 1826); „Rcisebildcr aus der Levante" (a. d. Engl, von R.Lindau, Dresd. 1823); Jak. Nerulos Rizo: „Ilistoire moderne so In 6rüee, de-puis In adelte dg I'Kmpire d'Orient gusgu'n In priss de IVlissolungdi" (Genf1828) — In militair. Hinsicht vgl. m. den Z. LH. des trefft. Werks: „Lehre vomKriege", von dem Generallieut. Frcih. v. Valentin!, auch ». d. L.: „Der Türken-krieg" «Bcrl. 1822, die 2. Ausg. 1829, enthält die Feldzüge von 1828 und 1829),und das 5. uad 6. Heft der „Ostreich, milit. Zeitschrift", 1825. Empfehlung ver-dienen: die „Osrte gener. de In 1'urguie d'Lurope, en 15 teiiilles, drsssve surdes materinux, rnssenidles pnr I>1. Is lieut. Aenür. eomte 6uiIIemii>ot, direc-teur xeiier. du depüt de In guerrs, et iVI. Is mnreednl de enmp de '1'rnme-lin ete.<-, von dem Oberiugcnieur-Geographen Lapie (Paris 1824); Des GeneralsFr. v. Vaudoncourt „t'nrte Aenernlv de In 'lurguie dlllurope n In droits duvnnnde" (Z. Ausl., Fol-, 4BI.; München 1828) und Schmidt: „Kriegsschauplatz inder europ. Türkei", gestochen von W. Jättnig, Fol. (Berl. 1828).