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12 (1830) W bis Z
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Türkei und Griechenland (1828)

tterden; die eingerissenen Krankheiten aber schwächten das Heer so sehr, daß selbstde Garde zur Erstürmung einer Festung mit verwendet werden mußte. Endlichtnt früh ein strenger Winter ein, welcher dem doppelten Feldzüge ein Ende machte.Dmnoch waren die Ergebnisse desselben bedeutend. In Europa und Asten hatteRußland 2 türkisch- Fürstenthümer und 3 Paschaliks, 14 Festungen und 3Sch'össer erobert. DaS Heer hielt (Jan. 1829) die Linie von Kalafat bis zu demneubssestigten Varna, den Fluß Kcmtschik, Prawodi, Kosludschi, den Walt dcSTrajan, Basardschick und 4 Übergangspunkte über die Donau (bei Hirßowa,Matschin, Jsaktschi und Tultscha), sowie die Linie von Bcallow bis Varna, nebstdem Uferlcnde, besetzt, und General Roth führte den Oberbefehl über die auf demrechten Donauufer bis in die Bulgare! hinein ausgestellten Hecrabtheilungen.

Der russ Kaiser hatte inzwischen, wie vor dem Feldzuge, so auch während des-selben und nach demselben, dem in seinem Hauptquartier cingetroffenen außerordent-lichen britischen Gesandten, Lord Heitesbury, wiederholt seine Neigung zu einemFrieden mit der Pforte erklärt, der ihm Entschädigung für die Kriegskosten undBürgschaften gegen künftige Verletzung der russischen, auf Verträge gestütztenStaatsinteressen gewähren könnte; allein die Pforte wies jede Vermittelung aufdie Basis des londner Vertrags von sich und weigerte sich, zu der Unterhandlung mitden Gesandten der 3 Mächte und den Abgeordneten der Hellenen, welche anfangs inKorfu, später in Poros dies erwarteten, Abgeordnete zu schicken. Vielmehr kündigteMahmud, welcher seit dem 15. Sept. aus Konstantinopel unter großem kriegerischenGepränge gezogen war und seinen Aufenthalt in dem Lager bei Ramis Tschiflik(eine Caserne an dem entferntesten Ende der Hauptstadt) genommen hatte, thätigerals je einen neuen Feldzug mit den Worten an:Die Ehre und die Unabhängigkeitsind mehr werth als das Leben".

Bisher wurden die Unterhandlungen in Konstantinopel mit dem Reis-Essend!von dem niederländ. Gesandten, Baron van Zuylen, geführt. Dieser stellte demReiS-Effendi die Erklärung Frankreichs, Großbritanniens und Rußlands vom 11.Aug. 1828 zu, welche der Pforte den Beweggrund und den Zweck der sranz. Expe-dition nach Morea zu erkennen gab. DaS franz. Cabinet hatte nämlich, mit demlondner einverstanden, zur Vollziehung des londner Vertrags beschlossen, ein Trup-pencorps nach Morea zu schicken, während der britische Admiral Codrington mitdem Vicekönige von Ägypten zu Alexandrien am 6.Aug. 1828 einen Vertrag ab-schloß, nach welchem Ibrahim Pascha mit seinen ägyptischen Truppen Morea räu-men und die gefangenen Griechen freigeben sollte. Auch die schon in Ägypten be-findlichen griech. Sklaven sollten fceigelassen oder losgekauft werden. Es durftenjedoch 1200 M. zur Besetzung der Festungen in Morea Zurückbleiben. Um Ibrahimzur Räumung zu nöthigen, war der franz. General Maison am 29. Aug. fg. mit14,062 M. in der Bucht von Koron, bei Petalidi, gelandet. Nach einer gütliche»Unterhandlung räumte Ibrahim Navarin und schiffce sich am 4. Oct. 1828 mitetwa 21,000 M. ein, welche er nebst den Trümmern der Flotte nach Alexandrienführte; doch ließ er in den meffenischen Festungen 2500 M. Türken und Ägypterals Besatzung zurück. Nun besetzte Maison die Stadt Navarin ohne Widerstand.Darauf griff er die türkischen Festungen in Messenien an. Die Besatzungen leistetenweder Widerstand, noch wollten die Commandanten capitulicen; also wurden am6. Oct. die Citadelle von Navarin, am 7. Oct- Modon und am 9. Oct. Koronfast ohne Widerstand von den Franzosen besetzt. Die Besatzungen erhielten freienAbzug. Patras mit 3000 M. capitolirte am 5. Oct. ebenfalls ohne Widerstand,und die Fahnen der 3 Mächte des londner Vertrags wehten neben der hellenischenNationalfahne auf den Wällen der befreiten Städte. Nur die Besatzung desSchlosses von Morea (an den kleinen Dardanellen, nordöstlich von Patras, demvon Lepanto gegenüber) verwarf die Capitulation von Patras. Sie ermordete dm