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Türkei m>d Griechenland (1824)
nicht verführm, und eine Ablhcilung Truppen, unter Botsmis, SlUtnariS undTrokas, schlugen die'Aufrührer, nahmen Wassiladi wieder, und dis Verrälh.rfiüchtclen sich endlich zu Omer Briones. Dieser Aufstand vereitelte die unternom-mene Belagerung von Lepanto. Lord Byron's Gesundheit litt durch so unerwarteteEreignisse, und der hochherzige Mann starb nach einer lOtägigcn Krankheit Len19. April 1824. Ostern, sonst das Fest der Freude, ward durch eine allgemeine ITrauer von 21 Tagen gefeiert. Des Dichters Herz blieb in Missolunghi, unds. Tochter ward von Griechenland adoptirt.
Der Feldzug sollte beginnen. Die Griechen waren unter sich entzweit; ihre ^Verbindung mit England war unterbrochen, und derLord-Obercommiffaic der ioni-schen Inseln erlaubte nicht, daß die Gelder der Anleihe in Zante einstweilen nieder- !gelegt wurden. Unterdessen fand aber auch der türkische Oberbefehlshaber große !Hindernisse. Der Pascha von Salonichi wollte ihm nicht gehorchen; die Paschen ivon Skodra und Janina konnten, von den frühem Verlusten erschöpft, nicht sogleichmit frischen Truppen zu ihm stoßen. Er blieb daher länger als einen Monat unthä-lig zu Larissa. Die vom Kapudan Pascha versuchte Landung auf der thessalischenInsel Skiathos mißlang; doch warf er einige tausend Janitscharen in die Festun-gen von Negroponte (s. d.), wo Odysseus und vorzüglich Diamantis den Win- ,tcr über die Türken mehrmals geschlagen hatten. Nun erst rückte Derwisch ins Feld.Zwar wurde sein Untecbefehlshaber Bekir Pascha von Odysseus und Nikitas am1. Juni bei Zeiluni geschlagen; allein ein andrer Hcerthcil vereinigte sich mit denTürken von Negroponte und besetzte die Landschaft Attika; Gouras, ein Untcrbe- ..fehlshaber des Odysseus, mußte sich in die Citadclle von Athen zurückzichen. Gleich- 'zeitig hatte Ismail Gibraltar, der Admiral der ägyptischen Flotte, Kandia unter-jocht. Der Statthalter Tumbasis rettete nur einige Greise, Weiber und Kinder nachHydra; einzelne griechisch - kandiolische Banden zerstreuten sich in den Gebirgen.Darauf unternahm Ismail Gibraltar den Angriff auf die Insel Kassos. Die tapfer»Bewohner schlugen am 8. Juni den Feind zurück; allein am 10. wurden sie anseinem andern Punkte der Insel, wo sie es nicht erwarteten, nochmals mit großerÜbermacht angegriffen. Der hartnäckigste Widerstand endigte mit ihrer Vernichtung.
Der Feind machte eine unermeßliche Beute. — Während dies geschah, rüstete sichKhosrew, der Kapudan Pascha, bei der Insel Mitylene, zu einem Angriff aufJpsamund SamoS; 20,000 Asiaten, zur Landung bestimmt, lagerten an der Küste vonSmyrna, wo sie, ohne Sold und Lebensmittel, die wildeste Plünderung verüblen iund wehrlose Griechen ermordeten. So kamen mehre Tausende in Pergamus um, !wo Mord und Plünderung 36 Stunden währten. ü
DaS kleine. stark befestigte Felseneiland Jpsara (s. Hydriotcn) hatte sich !der Pforte furchtbar gemacht durch die Zahl seiner Schiffe und Brander, auf wel-chen die kühnsten und tapfersten Insulaner des Archipels Tod und Schrecken bis in ^
die Dardanellen trugen. Khosrew besaß genaue Kunde von den Verschanzungen ;
und Batterien der Insel. Ehe er mit 14,600 Kerntruppen, meistens Albanesir,die Ismail Pliassa, ein Neffe des bekannten Ali Pascha von Janina, befehligte,den Angriff unternahm, bot er 3 Mal den Jpsarioten Verzeihung und Schutz an. i
Sie verwarfen alle Vorschläge. 5000 Griechen und Albaneser besetzten die wich- i
tigstcn Punkte; auch die Frauen rüsteten sich zum Kampfe. Nun verließ Khosrew, ^
früh am 3. Juli, die Rhede von Milylene, mit 2 Linienschiffen, 6 Fregatten, 10 t
Eorvetten, mehren Briggs und Gocletten, einer großen Zahl neugebauter Kano- t
ni'erschaluvpen und mehr als 80 europ. Transportschiffen. Seine Flotte umzin-gelte die Insel; die Kriegsschiffe begannen das Feuer aus die Stadt und die Batte-rien deS Forts. Wahrend hier der Hauptangriff zu sein schien, gelang die Landungan der entgegengesetzten Küste auf einer sandigen Landzunge, wo ein Bataillon AI-baneser, unter dem Verräther Goda, eine Strandbattme nach kurzem Widerstand? f