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Zschokke
r>en beseitigten Übeln, wäre er nur als eine Frucht des Landes und nicht als eil, E,-schenk aus der Ferne durchgedmngen. Der abermalige Umschwung der Verhältnissesetzte auch Z. wieder in öffenrliche Thätigkeit, er wurde durch die Regierung d,jEant. Aargau 1804 Mitglied des Lberforst- und Bergamts. Für seine Kennt»!;dieses Zaches spricht sein später erschienenes Werk: „Der Gebirgsförstcr". tzxwurde jetzt auch mit dem aargauischen Staatsbürgerrechte beschenkt. Zugleich »«.setzte ihn sein viclgelesenes Volksblatt: „Der ausrichtige und wohlerfahrene Schwei-zerbote", das er 1804 begann, recht eigentlich in das Element der wohlthätigste» !Wirksamkeit. 1805 verband sich Z. mit der Tochter des geachteten Pfarrers Nüs- Iperli von Kirchbcrg, die ihm eine glückliche Ehe bereitete und 8 Söhne gab. Das1.1806, so reich an Schicksalsschlägen, bestimmte den Plan der „Misccllen st,die neueste Weltbünde"; sie erschienen von 1807 ununterbrochen bis 1813, aus-gezeichnet durch Reichthum des Inhalts, glückliche Wahl, angenehme Darstellung, -gewissenhaften Freimuth und ein. größtenthcils treffendes Uttheil. Z.'s Übersicde- -lung von Biberstein (1808) nach Aarau führte sogleich zu der Errichtung einerMaurcrloge und der Gesellschaft für vaterländische Cultur. Den „Miscellen"standen von 1811 die „Erheiterungen", eine Monatsschrift, ergötzlich zur Seite. !Die großen Weltbegebenheiten 1813 und 1814, verbunden mit dem Einmärscheder Verbündeten in die Schweiz, fanden hier manchen flammenden Herd, von demdas Feuer der Zwietracht nach inehren Seiten ausging. Z. beschwor, so viel anihm war, das drohende Unbeil mit Worten der Mäßigung und Vernunft, indem eivon einer andern Seite die Rechte und Freiheiten s. Cantons Aargau mit glänzenderÜberlegenheit vertheidigte. 1829 legte Z. seine Stellen als aargauischer Forstin-spector und Kircheninlpcctor nieder. Er sollte nämlich den Vers, eines Art. in demvon ihm redigirten „Schwcizcrboten" nennen, der sich in dem Proceffe des KlostersEinsiedcln mit dem Flecken gl. N. gegen das Kloster erklärt hatte. Der kleine Rathgestattete dem Herausgeber nicht einmal 8 Tage Frist, um dem Verf. in Zürich da-von Nachricht geben zu können, sondern bedrohte ihn mit Haft und Verbannung. .Nun legte Z. jene Stellen nieder. Er blieb jedoch Mitglied des großen Raths, so-wie der Scbuldireciion, und Vorstand der Gewerbschulen-Dircctr'on. 1830 hat ihnder kleine Rath wieder in den evangel. Kirchenrath gewählt. — Unter s. bedeuten-der» Werken nennen wir seine „Gesch.des bairischen Volks und s. Fürsten", zu demvorzüglich Joh.v.Müller ihn aufgemuntert hatte (1812—18). Lichtvolle Anord-nung, stete Rücksicht auf die Bedürfnisse unserer Zeit, wogegen vielleicht mituntrrder Geist der hoben Vergangenheit zu sehr in Schatten tritt, kritische Behandlung,so weit sie das Wesentliche betrifft und zumal die Sache der fortschreitenden Mensch-heit begünstigt, eine natürliche, dem jedesmaligen Gegenstände angemessene Spre-che, durchdrungen von Klarheit, Wärme und Starke: diese Vorzüge zusammcnge-nommen erheben diese literarische Erscheinung weit über die gew ähnliche Vücherflut,sollten sie ihr auch nicht einen Platz in der vordersten Reihe der Historiker anweistnkönnen. Das treffliche Volksbuch: „Das Goldmacherdorf", machte dem Vers, soviel Ehre als dem Publicum Freude. Seit 1817 erschienen die „Überlieferungenzur Geschichte unserer Zeit", ein Ersatz für die zurückgewünschten „Miscellen"Mit 1823 hörten sie auf, vcrmuthlich durch die Beschränkungen der Zeitverhalt-uisse. Sein neuestes und vielleicht bestes Werk ist: „Des Schweizerlandes Ge-schichte für das Schweizcrvolk". Wenige Monate, nachdem es erschienen, warenbloß für die Schweiz 5000 Exemplare abgesetzt: ein unerhörter Beifall, der besserals jede Anpreisung darthut, welche vollkommene Genüge es den Bedürfnissen desVolks leistet. Dieses Kernbuch ist Z.'s treuestes Bild, für lange Zeiten auf denAltar seines zweiten Vaterlandes niedergelegt. Seine „Bilder aus der Schweiz"(2Thle., Aarau 1824) sind naturhistorischc Gemälde, welche in die Zeit und anOrt und Stelle ganz versetzen. Andre Gaben des fruchtbaren Schriftstellers (Ro-
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