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Zrmyi
Zkinyi (Zrini) (Niklas, Grafv.), Feldherr Kaiser Ferdinands!.,von Kroatien, Dalmatien und Slawonien, Tavernicus in Ungarn, geb. I5izberühmt durch s. heroisches Ende, das ihn neben den Spartaner Lconidas stcl,,'
Er war aus dem alten slawischen Geschlecht« der Grafen v. Brebir; s. Haus hießZrini (seit 1347) von dem Schlosse Irin. Schon als 12jähriger Knabe verdient!sich Graf Niklas in der Belagerung Wiens von Karl V. ein Strcitroß und eine gol-dene Kette. In der Folge zeichnete er sich in den Feldzügen gegen Johann v. Zapo-lya aus, der das Königreich Ungarn dem Erzherzog Ferdinand streitig machte, undgegen den Sultan Suleyman, Zapolya's Bundesgenossen. Z. führte fast im« >.die Vor- oder Nachhut. Besonders vcrvollkommnete er den Dienst der leichten ^Reiterei. Seine Heldengestalt, s. Lebhaftigkeit, s. Freigebigkeit im Belohnen, !is. parteiloser Ernst !m Strafen unterwarfen ihm unbedingt die Gcmülher seiner in- >pfern Scharen zu jedwedem, auch dem schwersten Unternehmen. Daher kam ciz. V., daß 1542 s. Ankunft in dem lange schwankenden Treffen bei Pesth wie einBlitz unter die Feinde fuhr und den Ausschlag des Sieges gab. Mit ähnlichem Er-folge und durch gleiche Überlegenheit vcrtheidigte er 12 I. lang Kroatien, dem erals Ban Vorstand, wider die Osmancn und schlug sie 1562 von Szigeth hinweg.Ungarn hingegen war großentheils schon ein türkischer Paschalik, und der Überrestzum Tribut genöthigt. Da wollte Suleyman der Unüberwindliche von Belgradaus auch noch Szigeth, in der szalader Gespannschaft an der Grenze, erobern. Z,dessen Name bereits so viel als ein Heerhaufen galt, glaubten die Türken, sei noch .in Wien; darum hofften sie die Feste eher zu bezwingen. Eine Niederlage, die dertürkische Vortrab bei Sziklos durch Z.'s Scharen erlitt, reizte des Sultans Zornzum schnellen Angriff. Der berühmte Großvessier Mehmcd Sokolowich, ein kroa-tischer Renegat, zog mit 65,000 M. dem Großherrn voraus. Über die angeschwol- !lene Drau mußte unter ungeheuer» Schwierigkeiten eine Brücke geschlagen werden; !der strenge Befehl des Sultans erzwang nach mehren verunglückten Versuchen dasUnmögliche, und das Heer ging vom 1. — 5. Auq. über den Strom. Nun ver-sammelte Z. s. Krieger, 2500 an der Zahl. Alle schworen — er zuerst, dann jederseinem Hauptmann, und alle Hauptleute ihm — für den Glauben, den Kaiser unddas Vaterland zu sterben. — Szigeth liegt zwischen 2 Flüssen, wie auf einer Insel,(.Umgebung ist morastig; dieß, sowie die Eintheilung der Stadt in die alte undneue, und der Besitz einiger Castelle mit doppelten Gräben und Bollwerken, unter-stützte die kaum 3000 M. starke Garnison. Die Türken warfen an 3 vortheilhaf-tcn Posten Batterien auf, versahen sie mit gewaltigen Stücken und donnerten da-mit Tag und Nacht auf die alte Stadt, die einfache und schwache Ringmauernhatte; die Belagerten wehrten sich durch tapfere Ausfälle. Als sie mit Geschützund dem Degen in der Faust das Äußerste grthan, etliche Stürme abgeschlagen, einheftiges anhaltendes Gefecht rühmlich bestanden und zwar viel Mannschaft, aber zvon ihrem erprobten Muthe noch Nichts verloren, im Gcgcnthcil die alte StadlFuß für Fuß vertheidigt hatten, steckten sie dieselbe mit eignen Händen an und zogensich in die neue Stadt zurück. Diese hatte einen zwar tiefen und wasserreichen, abernicht breiten Graben. Die Türken führten Erdberge auf, von denen sie mit demGeschütz die ganze Stadt beherrschen und in Ruinen verwandeln konnten. Z., über-all der Erste auf den Punkten der Gefahr, wollte durch alle nur «sinnliche Mittelden Feind an der Ausfüllung des Grabens hindern; allein die unermüdeten undzahlreichen Türken ersetzten bei Nacht, was ihnen der Tag zerstört hatte. In Er-wägung ihrer furchtbaren Übermacht, ihrer reichen Vorräthe und der Gegenwartdes Sultans selbst, wollte A. s. Volk nicht unnütz aufopfern, gab daher auch dieneue Stadt den Flammen preis und warf sich in das Schloß, den einzigen undstärksten RettungSpunkt. Das Feuer der Belagerer dauerte ununterbrochen fort,zugleich setzten sie der Festung, der sss an Mineurs fehlte, durch Minen zu, W