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12 (1830) W bis Z
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550 Zoroaster

theilweise und leisteten verzweiflungsvollcn Widerstand, welcher von preuß. S«-,mehre zwecklose Angriffe veranlaßt«, bei denen Scydlitz jedes Mal die Unordnungender Infanterie auszugleichen hatte. Die Schlacht sollte am folg. Tage erneuen ^werden; es fehlte aber dem Fußvolke der Preußen so sehr an Munition, und ihnReiterei war so ermattet, daß die Russen Gelegenheit fanden, sich über Landsberge,d. Warthe zurückzuzichcn. Man schätzte ihren Verlust auf 19,000 Tobte und 30WGefangene. Die Preußen zählten 10,000 Todte. Friedrich verfolgte die fliehendenFeinde bis Landsberg; aber sie waren so ohnmächtig, daß er nur ein Corps unmdem Grafen Dohna zurückließ, sie zu beobachten, und mit dem größten Theile seinerStreiekräste nach Sachsen zog.

Zoroaster oder Zerduscht, Reformator der Volksreligion in Medien jund zufolge ihrer fortschreitenden Entwickelung auch in Persien. Seine Geschieht ^ruht in einem Dunkel, das auch die strengste Kritik bis jetzt noch nicht ganz zer-streuen konnte. So viel g-bt indessen in hoher Wahrscheinlichkeit hervor, daß,-, 'von Geburt ein Meder, unter dem medischen Könige Gustasp lebte, welchen v. Hem-mer für den Darius Hystaspis hält, Andre aber für Cyapares 1.; in letztem, Fell!würde sein Zeitalter der Epoche des Cyrus nicht weit vorangehen. Die ihm beigi-lcgte ReligionSveränderung darf nicht als eine durchgängige Neuerung angesthmwerden, er ging vielmehr sehr bestimmt von einem Vorgefundenen volksmäßigrnGrunde aus und baute darauf zweckmäßig weiter. Nach Hammer's Forschung!»nämlich war reiner Feuerdienst, bei welchem das Feuer aber nur den Altar bezeich-net«, wohin sich der Betende wandte, die älteste Religion und der reine Gottesdienstdes baktrisch-medischen Volks, worauf der Plamtcncultus entstand, Z. aber denFeucrdienst reinigte. (S. Hammer's Abhandl. in den wienerJahrb. der Liter.", 'X.) Es ist nicht ausgemacht, ob anfänglich bloß die Magier diese verbesserte Glau- -bensordnung annahmen, oder ob dieselbe sogleich im Allgemeinen unter den Me- ^dem Wurzeln faßte und später von ihnen auf die Perser, ihre siegreichen Beherr-scher, überging. Die letztere Annahme hat Manches für sich, besonders den Umstand,daß die Perser bei ihrem religiösen Naturdienst eine große Empfänglichkeit für jede»fremden Cultus bewiesen, was großentheils aus ihrer Vergötterung der wahrnehm-baren Grundkräste hergekommen sein mag. Kurz nach der Zeit des Sokrates «rardie Zoroastrische Religion schon tief in Persien eingedrungen, und noch jetzt sind dieBekenner derselben in den mittägigen Landschaften Persiens (Jesd und Kerma»)zahlreich. Folgendes sind ihre Hauptlehren: Von Ewigkeit her bestanden 2 West»neben einander: Ormuzd und Ahriman, die Priucipicn des Universums. Ormuzd jist das reinste unendliche Licht, der Urquell jeder Vollkommenheit. Auch die Natur !des Ahriman gehörte früher dem Lichte an, und er war insofern gut; aber weil cr -das Licht des Ormuzd beneidete, verfinsterte er dadurch sein eignes,pvurde ein Feinddes Ormuzd, der Vater alles Übels und aller der bösen Wesen, die mit ihm zumKampfe gegen das Gute ausziehen. Ormuzd und Ahriman vollendeten die Schö-pfung in verschiedenen Epochen, aus denen verschiedene Gattungen von Wesen ih-ren Ursprung zogen. Ormuzd schuf durch sein lebendiges Wort, d. i. die Kraft sei-nes Willens, die Gemeinschaft der guten Geister, zuerst 6 unsterbliche Lichtgeisstrzum Dienste seines Throns (Amschaspand); ferner 28 untergeordnete Genie»(Jjeds), die Repräsentanten der Monate und Tage, endlich Heere menschlicher See-len (Feruer). Ahriman brachte seinerseits die Zahl der bösen Geister hervor, 6 Erz-dews, Geister der Finsterniß, unzählige Dews nieder» Ranges, Alle seine Freundeund Genossen. Die Guten wohnen unter Ormuzd im Lichte, Ahriman lebt mit denSeinigen im Reiche der Finsterniß. 3000 I. herrschte Ormuzd allein, worauf erdie Körperwelt hervorrief in ihren mannigfaltigen Abstufungen, zuletzt den Men-schen , und feierte dann nach der Arbeit mit den guten Geistern, gleichsam mit sti-mm Hofstaate, das erste Fest der Schöpfung (Gahandar). Wiederum regierte er in .