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12 (1830) W bis Z
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Zoilus Zoll

schen widmete. Dies hinderte die Ausführung seines früher» Plans, die Wz,griech. Alterthumskunde zu sichten und neu zu begründen. So wichtig jene F,schungen für seinen Hauptzweck waren, so dehnten sie sich doch unverhaltnißnchizaus. Überdies hatte Z. mit dem Mangel aller äußern günstigen Verhältnisse;,kämpfen. Das Schicksal, über zu gründlich angelegten Vorbereitungen dasben verfließen zu sehen, ohne an das Hauptwerk desselben zu kommen, theiltZ.mit vielen großen Gelehrten. Er war von dem dänischen Hofe zu dessen General-consul im Kirchenstaat ernannt worden; wenige Tage nach seinem Tode kam d»jDiplom, welches ihn zum Ritter des Danebrogordens ernannte, in Roman.

Er war Prof, der Universität Kiel und Mitglied der Akademien zu Kopenhaae»,Göttingen, Berlin, Siena, Florenz, Rom rc. Eigentlich gehörte er Roman,wo er allein den ihm angemessenen Wirkungskreis finden konnte. Er starb daseldßden 10. Febr. 1809, betrauert von Allen, die ihn kannten. Von 11 Kind«,überlebten ihn 2 Töchter und ein Sohn, der Mathematik studict. Die k. danist!Regierung schützt sie vor Mangel. S.Zoega's Leben. Samml. s. Briefe u»-Beurtheilung s. Werke, durch F. G. Welcker" (2Thle., 1819). Dcrselbe h.ilseine Abhandlungen herausgegeben. Auch findet man in Wclcker'sZeitschr. f.Gesch.und Ausleg. der alt. K." seine schätzbaren Bemerkungen zu Visconti'sNueeuiaUlo - Olementill." mitgetheilt. Ein anziehender Aufsatz über Z., vom Staats-rath Morgenstern in Dorpat, steht in denZeitgenossen", N. R., XHl. kVI. >

Zoilus, ein griechischer Rbetor, geb. aus Amphipolis, einer Stadt!»Thrazien, lebte ungefähr 270 vor Ehr. Ec ist bloß durch seine hämischen Kritik«»der Werke des Plato und besonders der Gedichte des Homer bekannt oder vielmehrberüchtigt worden; wegen der letztem ward er die Geißel des Homer (Hoilleroma-8tix) genannt. Von s. Schriften ist Nichts auf die Nachwelt gekommen, lin-der Verlust derselben scheint nicht zu bedauern zu sein. Z. wollte sich auszeichne»,that es aber auf eine für ihn nicht vortheilhaste Art. Er ging in einem auffallend«»,schmuzigen Anzuge einher, widersprach Allen und redete von Jedermann Bö-ses.Ich rede von allen Leuten Böses", antwortete er einst auf die Frage, warumer das thue,weil ich selbst nicht so viel BöseS thun kann als ich thun möchte".Zur verdienten Strafe bezeichnet das Sprüchwort jeden hämischen, schmähsüchtigenTadler mit dem Namen Zoilus.

Zoll, ein Längenmaß. (S. Fuß.)

Zoll, Mauth, Douane, ist eine auf die Einfuhr, Durchfuhr und Ausfuhrvon Waaren gelegte Abgabe, welche entweder nach dem Werths oder nach dem Ge-wichte oder nach dem cubischcn Inhalte der Waaren erhoben wird. Die Begriffevon Zoll und andern ähnlichen Abgaben.sind,in den wenigsten Ländern streng ge-sondert: gewöhnlich werden Geleits-und Wegegelder mit eigentlichen Ein-undAusfuhrzöllen verwechselt, und gar häufig wird eine Abgabe als Zoll aufgefühltund bezeichnet, welche in der That nichts Andres als Accise ist. In ältern undneuern Zeiten hat man die Zölle als eine nützliche Abgabe empfohlen, weil mmglaubte, der Kaufmann zahle sie von seinem Handelsgewinnste, weil man mit-telst derselben den Fremden bei der Durchfuhr eine Steuer aufzulegen vermochte, ,und weil man damit den Handel leiten zu können wähnte. Es ist aber in der !Regel nicht der Kaufmann, welcher den Zoll wirklich bezahlt, sondern dieser schießtdenselben nur vor und läßt sich ihn demnächst mit Zinsen für den geleisteten Vor- !schuß im Preise seiner Waaren von den Käufern wieder vergüten; die Steuer aber,welche beim Transits den Ausländern aufgelegt werden kann, ist in der Regel nurunbedeutend, und ihre Anlegung erfodert große Vorsicht, soll sie dem Handel nichtverderblich werden; undswas die Leitung des Handels betrifft, welche man durch 'Zölle beabsichtigt, so beruht es hauptsächlich auf irrigen, durch das Mercantil-system (s. d.) auf die Bahn gebrachten Vorstellungen, wenn eine Regierung dar-