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aewese» sei" würde, wenn die zusammensetzenden (Seiten ) Kräfte auch nicht einenrechten, sondern einen beliebigen andern Winkel mit einander eingeschlossen hätten.Ist, allgemein, die Größe und Richtung einer Kraft durch eine gerade Linie aus-gedrückt, so verzeichne manein beliebiges Parallelogramm, dessen Diagonale jeneGrade ausdrückt; die Seiten desselben stellen die zusammensetzenden (Seiten-) Kräftejener zusammengesetzten (Mittlern) Kraft dar, und können gleich diesen Kräften un-endlich verschieden sein, da der Winkel, unter dem man sie an die Diagonale legenmag, willkürlich ist. (Vgl. Winkelheb el im Art. Hebel und Zusammen-setzung der Kräfte.) Die unzählbaren Anwendungen dieses Satzes lehrt dieMechanik ausführlicher kennen; über den Fall, da von mehr als 2 Kräften die Redeist, s. Zusammenfetzung der Kräfte, der auch wegen der liker. Notizen mitgegenwärtigem im Zusammenhänge zu lesen ist. l>. R.
Zerre nner (Karl Christoph Göttlich), k. prenß. Cvnsistorial- und Schul-rach, Director des kön. Schullehrerseminariums in Magdeburg und Schulinspeclordaselbst, Ritter des rochen AdlcrordenS, wurde den 15. Mai 1780 in Beiendorfged., einem Dorfe nicht weit von Magdeburg, wo s. Vater, Heinr. Gottlieb,der 1811 in Dcrenburg als Consistorialrath und Generalsuperintendent starb, alspopulairer Kanzelredncr, sowie als Volks- und pädagogischer Schriftsteller berühmt,Prediger war. Unser Z. bereitete sich auf dem Pädagogium zu Kloster-Bergen,- d.-fsen Zierden damals Gurlitt, Lorenz und Rathmann waren, auf die Universitätvor, studirte dann in Halle Theologie, wurde 1802 vom Propst Nötiger als Leh-rer des Pädagogiums zu Magdeburg angestellt, 1805 zum zweiten Prediger in derKirche zum heil. Geiste daselbst, und nach Vlühdorn's gewaltsamer Entfernung' durch das fcanz. Gouvernement, zum ersten Prediger an derselben Kirche gewählt,in welchem Amte er bis 1823 blieb, nachdem er früher 1816 zum kön. preuß. Con-sistorial- und Schulrath ernannt worden war und 1822 den rothcn Adlerorden 3.Gasse erhalten batte. 1823 legte er sein Predigcramt nieder und wurde Director deSneuerrichteten kön. SchullehrcrseminariumS in Magdeburg, in welchem er noch jetztauf eine ausgezeichnete Art thätig ist. — Schon 1805 und später 1808 wurdenversuche gemacht, das städtische Schulwesen Magdeburgs besser zu organisiren.Mit Ostern 1819 begann nun wirklich die neue sorgsam vorbereitete Organisationdes magdeburgischen SladtschulwescnS, das jetzt in seiner ausgezeichneten Zweckmä-ßigkeit und Trefflichkeit mit Liecht die Aufmerksamkeit des In-und Auslandes er-regt hat. Sie ist, was die innere Einrichtung desselben betrifft, zum großen TheileZ.'s Werk. Noch jetzt besorgt er als Schulinspector die Anordnung und Einrichtungdes Unterrichts, der Disciplin und des ganzen Innern der Schule, besonders aberachtet er darauf, daß nicht nur jede einzelne Schule ihre Bestimmung fest im Augebehalte, sondern daß auch sämmtl. Schulen (und das ist eben das Charakteristischedes magdeb.Stadtschulwcsens, daß durch dasjGanze hindurch ein sehr zweckmäßigerZusammenhang herrscht) als ein wohlgeordnetes Ganzes sich in die Hand arbeiten.Die jetzige Einrichtung des maqdeb. Schulwesens beschrieb er selbst in s. „KurzenNachricht über das neuorganisirtc Schulwesen in Magdeburg" (1820) und dessenerster Fortsetzung (1821), am ausführlichsten aber den jetzigen Zustand desselben indem 1. Hefte d. 1. Bds. von s. „Jahrb. für das Volksschulwesen", das auch u. d. T.:„Das Schulwesen ber Stadt Magdeburg" (Magdeb. 1825), erschienen ist. Auchbas von Z. entworfene Statut für eine Schullehrerwitwencasse hat die Genehmi-gung der obersten Behörde erhalten, und die städtische Schulbibliothek, die jederLehrer unentgeltlich benutzen kann, wird mit jedem Jahre bedeutend vermehrt. Dasneucrrichtcte Seminar für Volksschullehrer, welches Z. seit 1823 dirigirt, zählte1825 82 Seminaristen, welche, außer dem Director selbst, von 2 andern angestell-ten Lehrern und 10 Hülfslehrern in Allem unterrichtet und geübt werden, was ih-nen zur Bildung eines brauchbaren Schullehrers nöthig und nützlich ist. Z. wohnt