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Zeitungen, französische
sie vor de», 8. Aug. 1829 an der Spitze der Eontre-Opposition, seit dem Minist,,rium Polignac's aber wurde sic ein ministerielles Blatt. Sie wird von AchillsJouffroy redigirt und hat 4166 ?ibnehmer. Der „Orapeau blano" hatte 18Munter den royalistischen Blättern die wenigsten Abnehmer, nur 666. In den ech,Zeiten der Revolution zeichneten sich noch besonders als antirevolutionnair ausdi,„Lotes ckcs spotros" (von Peltier geleitet) und der „Lmi (In roi", sowie im Gkistider Revolution die „Olironiguo «le Paris" (von Condorcet, Noel u. A.), ,,1'or«.tour >Iu pouplo" (von Fröron), das „Journal <Ie la oonr vt «Io la rille" (von dmnachhccigen Marschall Brune angefangen) u. a. m. Die oft schnell auf einandüfolgenden Revolutionen hatten auf das Erscheinen und Verschwinden der pach,Zeitungen großen Einfluß. Lange Zeit erhielt sich durch alle Revolutionen ungestsilund ununterbrochen das „Journal «lu soir". Durch seinen einfachen und deingeistreichen, aber von allem Parttinehmen freibleibenden Ton schiffte es alle Klippen der Revolutionsstürme glücklich vorbei, und es war eine Art von Sprüchwoil,daß man, um nicht guillotinirt, fusilirt oder deportirt zu werden, die Wahrheit ichdas Journal du soir zu sagen verstehen müsse. Das Dircctorium bediente sich dij„Uöckavtvur", um Frankreich und der Welt seine übermüth-ge Politik bekannl-zumachcn. !
Eine der wichtigsten pariser Zeitungen, welche 1791 begann und sich bis jehlerhalten hat, ist das „Journal «los «lebst«" (von 1804 — 14 und im Marz 181S„Journal «lo l'empiro" genannt). Mit ihm verband die Redaction seit 1800m,,1'Hlleton", das die «löbsts littvrairos umfaßte. Ausgezeichnete Talente bi-machtigten sich hier des kritischen Richtcrstuhlcs, wie Fievöe bis 1807 ; ihm folgt!Etienne. Insbesondere hatte es an dem Abbe Geoffroy 13 Jahre lang einen Mitarbeiter, durch den es so gehoben wurde, daß es bis auf 30,000 Excmpl. abgeschhaben soll. Die pariser Zeitungen begnügten sich seitdem nicht mit politischen Nachrichten, sondern lieferten sämmtüch, in einem sogen, kouilloton oder im Blatt!selbst, auch literarische und Theaternachrichten. Für Beides zeigte Geoffroy ei«außerordentliches Talent, und er lieferte in diesem pouilleton sehr anziehend ge-schliebene Aussätze, die sich durch Kenntnisse und Witz ebenso sehr als durch schachSatyre und Humor auszcichneten. Nach Geoffroy's Tode ist die Anzahl der Ab-nehmer gesunken. Dann waren die besten Mitarbeiter an dem „I. des «lob»!«"Maltebrun, Hoffmann, und Duricquet im Dramaturgischen. Eine Zeit lang amcs ein gehaltvolles ministerielles Blatt, da besonders Hr. v. Villö'e und Chateau-briand ihre Ansichten darin mittheilen ließen. Als Chateaubriand aus dem Mini-sterium trat, wurde das „I. cke» «lebst«" durch ihn ein Oppositionsblatt. Jetzt sinddie Redactoren desselben der Staatsrath Bertin-Devaux und Fiövöe. Sie sindRoyalisten, aber den übertriebenen Ansprüchen der Geistlichkeit und des Adels ab-geneigt. Auch haben sie sich laut gegen die jesuitische Congreqation und gegen dasSystem des Hrn. v. Villele ausgesprochen. Im 1. 1830 zählte das „I. «ies «le-bst«" an 9900 Abnehmer. Seit Kurzem gehört auch der „6Iol,e" (1833 Abneh-mer) zu den Oppositionsblättcrn, ist aber mehr literarisch und politisch als novelli-stisch. Der „kiAaro" behandelt seinen Stoff meistens witzig.
Unter Napoleon war das Zeitungswesen in Frankreich, wie in ganz Europa,mit Ausnahme Englands, gesunken und in Allem, was zur Politik gehörte, bissEcho Dessen, was der „Nonitour", in welchem der Gewaltherrscher oft eigenhän-dige Paragraphen einrücken ließ, bckanntmachte. Nach s. Zurückkunft von Elbagestattete er den Zeitungen zwar Freiheit, aber sie wurde nur sparsam benutzt. Nachder Restauration wurden die Zeitungen unter Censuraufsicht gestellt. Erst im Inn!1819 horte diese auf, und auch die Journale genossen einer unbeschränkten Piss-freiheit. Man hatte jedoch verschiedene Gesetzbestimmungcn getroffen, welche dir §Unternehmung, ein tägliches Journal herauszugeben, sehr erschwerten. Dennoch jerschienen mehre neue Zeitungen, z. B. „1-a ronommvo", an deren Spitze sich