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12 (1830) W bis Z
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Zanni Zante

tcntheils Abkömmlinge der Araber, die dem Islam folgen, haben hier mehre Stu-ten, alsQuiloa, Melinda, Magadoxo, Juboic., gebildet, welche sonst meistensvon den Portugiesen abhingen, jetzt aber dem Jman von Maskate in Arabien un-terworfen sind. In dem von Portugal abhängigen Königreich, Mel in de, dessen König in der Hafen- und Handelsstadt Mombassa (Monbaza) auf der Jnsegl. N. residirt, liegt die portug. Stadt Melindc, mit einem Hafen. Aus Moni-basa wurden die Portugiesen von den Arabern 1820 vertrieben; darauf unterwer-fen sich 1824 die vornehmsten Ei'nw. dem engl. Schutze. Das Königreich Jul«ist reich an Goldstaub, Cocosnüssen, Ambra rc. InQuiloa hak der HauMgl. N. an der Mündung des Coavo ein portug. Fort und treibt Sklavenhandel.

Zanni, s. Harlekin.

Zanotti (Francesco Maria). Dieser durch Geist und Gelehrsamkeit aus-gezeichnete Mann war den 6. Jan. 1692 zu Bologna geb. Nach dem frühen Todedes Vaters, der als komischer Schauspieler glänzte, empfing er eine sorgfältig!Erziehung bei den Jesuiten. Sein vielseitiger Geist bemächtigte sich mit Leichlig-keit aller Gegenstände des Unterrichts, vornehmlich der philosophischen, physikali-schen und mathematischen Wissenschaften, und schon 1718 ward er Prof, der Phi-losophie und Bibliothekar, 1723 Secrctair und 1766 Präsident der Universität zuBologna. In diesem Zeiträume erschienen seine wichtigsten Werke. Vertraut mitder Dichtkunst, übte er sie mit Erfolg, sowol in toscanischen als lat. Versen, undschrieb auch 5 Abhandlungen, in denen er Regeln für die einzelnen Dichtungsga!-tungen aufstellt. Bei der Feier des Jubiläums in Rom 1750 hielt er, nach demWunsche Benedicts XlV., auf dem Capitol eine Lobrede auf die schönen Künste,die sich durch Eleganz und Inhalt empfiehlt. Um seinen Gegenstand noch mekr zubeleuchten, schrieb er eine zweite Rede gegen jene erste, und widerlegte diese in ein»dritten. Alle 3 R-den, die ein Ganzes bilden, erschienen in dems. I. vereint zuBologna. Dieselbe Schönheit der Schreibart, und zugleich einen Reichthum antiefen und erhabenen Ideen, finden wir in seinen philosophischen und physikalischenWerken, namentlich seiner Moral und seinen Dialogen über den Druck der Körper.Den meisten Ruhm aber erwarb er sich durch seine Commentarien der Akademie,worin er eine Geschichte dieser gelehrten Anstalt und eine Analyse aller derselbenvorgelegten physikalisch-mathematischen Arbeiten liefert. Überdies enthalten dieSchriften dieser Gesellschaft von ihm mehre gehaltvolle Aufsätze über geometrische,analytische, physikalische und musikalische Gegenstände. Noch erwähnen wir seinWerk:Oe viribus eentralibus", worin er die Lehre Newton's von den Central-kräften erweitert und erläutert vortruq. Eine Sammlung seiner Werke erschien1779 zu Bologna. Er starb am 24. Dec. 1777. Ec ist nicht zu verwechseln mitdem Maler und Schriftsteller Giampictro CavazzoniZ., welcher 1674 zuParis geb. und zu Bologna erzogen, ein Schüler des Pasinelli war und viele zurKunstgeschichte von Bologna gehörige Schriften verfaßte. Als Secretair der Cle-mentinischen Malerakademie zu Bologna schrieb er die8toria ckel? aovsäeminOeiuentina" (2 Bde., Fol., Bologna 1739). Er starb 1765. EustachisZ, aus Bologna, geb. 1709, war daselbst Lehrer der Astronomie und starb 1782.Er machte sich um das Studium der Mathematik verdient, sowie durch s. Beob-achtungen über die Kometen und über die Gestalt der Erde; ingleichen durch s. op-tischen und hydrometrischen Versuche.

Zante, mit dem Beinamen Spartivento. eine der vorzüglichsten unter densieben Inseln im ionischen Meere an der Küste Griechenlands, welche die ioni-sche Republik, oder, wie sie jetzt heißt: die Verein. Staaten der ionischenIn sc ln (s. d.) bilden. Im Alterthume hieß sie Zakynthos, war nach und nachden Griechen und Römern, den Neapolitanern und seit Ende des 14. Jahrh. denVenctianern unterworfen. 1797 kam sie, wie die übrigen Inseln, in die Gewalt