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12 (1830) W bis Z
Entstehung
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444
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444 Vscnburg Vvernois

(llaeor guo üaeemos") auf, das er unter dem anagrammatischen Namen Hi, 5 aUrarctn hcrausgab, worauf mehre für das königl. Theater übersetzte sranzös.Schauspiele und ein paar eigne dramatische Arbeiten folgten. Diese und andreErstlingsarbeilen wurden vergessen, und sein literarischer Ruhm ist allein auf seineFabeln gegründet. Ehe diese erschienen, gab er ein Lehrgedicht in 5 Gesängen überdie Musik (l-a municn") heraus, dessen erste Ausgabe (Madrid 1779) durch ty-pographische Schönheit sich auszcichnet. Dieses aus 5 Gesängen bestehende Ge-dicht fand in Spanien großen Beifall, aber obgleich cs den gründlichen Kenner derKunst vcrräth, sehr verständig angelegt und in zierlicher Sprache geschrieben ist, stblickt doch das Systematische zu sehr hervor, und es fehlt durchaus an der poetisch«»Auffassung des Stoffes. Es ward von Grainville (1800) ins Franzos, übersetz!.In seinen literarischen Fabeln (kabulss litomrias"), die zuerst 1782 erschienen,führte U. den neuen Gedanken aus, literarische Wahrheiten zum Stoffe ÄsopischerFabeln zu wählen, und zieht unter diesem Gewände gegen Alles zu Felde, was damalsfür Jrrthum in der Dichtkunst galt. Sie sind Productc einer unpoetischen Zeit, inwelcher seine Landsleute sich nach franz. Mustern bildeten. Sie sind daher kallund verständig, ohne Naivctat, Schalkheit und Fröhlichkeit, haben aber einengrossen Reiz durch die leichte Sprache und durch die elegante Anwendung sämmtli-chcr Versmaße, die in der span. Sprache zulässig sind. Man hat eine deutscheÜbersetzung dieser Fabeln von Bertuch (Leipzig 1788) und eine franz., die 1805zu Paris erschien. Er sammelte 1787 seine Schriften in Versen und Prosa (0o-locoion 6s vbrss on verso Prosach zu Madrid in 6 Bdn., wovon der erste dieFabeln und das Gedicht über die Musik enthält. Im 2. stehen 11 meist satyrischeEpisteln, die ebenfalls hauptsächlich gegen die Verirrungen der Gelehrten gerichtetsind. In den übrigen Bdn. findet man, außer vielen eignen und vielen Hochgebil-deten Gedichten, auch) eine metrische Übersetzung der Horazischen Epistel an die Pi-sonen mit erläuternden Anmerk. Einer der Feinde, die er durch seine Satyren auf-gereizt hatte, Juan Pablo Fornec, machte unter dem Titel:Der gelehrte Esel"(ILl ssno eruilitv"), einen gehässigen Angriff auf ihn, wogegen er sichln einerkleinen Schrift (kam easos tsies suelen teuer los Iliaestros vliciales") verlhei-digte. Nach der Herausgabe jener Sammlung ließ er (1788) ein Lustspiel (l-s»eöorita mal vriacla") drucken, dem wie einem frühem (bl! sväorito mimaäo"),die span. Kritiker die strenge Beobachtung der 3 Einheiten und den Abscheu gegendieinonstruvsas vomposioiones 6e nuostros antiAuos püetas" zum besonder!!Verdienst anrechneten, die aber beide keineswegs bedeutend sind. V- starb 1794.(Vgl.blnsa^o 6e una lnbliotoea espsnola 6e los mcsoreso soritores 6cl rez-»a6o 6o (larlos Hl., por 8empero z- Kuarinos", Madrid 1789, 6 Bde.).

Vsenburg, s. Isenburg.

Uvcrdun (Jvcrdon, Jfferten), eine gewerbflcißige Stadt des Schweizer-cantons Waadt, in einer angenehmen Lage am Neufschatelersee, an der Mün-dung der Orbe in denselben, aus einer Insel. Über jeden der beiden Arme desFlusses, welche diese Insel bilden, führt eine schone Brücke. Die Stadt hat breiteund gerade Straßen mit 334 regelmäßigen Häusern und 3000 Einw., welche zumTheil in Leinwand-, Zitz- und Eattunfabriken beschäftigt sind, vorzüglich abereinen bedeutenden Transitohandel zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiztreiben, für welchen 2 Kauf- oder Niederlagshäufcr vorhanden sind. U- hat eingutes Gymnasium. In dem hiesigen, von der Regierung ihm eingeraumten altenSchlosse legte Pestalozzi (s. d.) 1804 s. Erziehungsanstalt an, wo sie noch ge-genwärtig ist. Auch gibt es zu Jfferten eine Armen- und eine Taubstummenan-stalt. Das dasige Schwefelbad war schon den Römern bekannt.

Uvernois (Sir Francis d ), oder der Ritter, ein genfer Staatsmann,geb. zu Genf 1756, erhielt daselbst eine vortreffliche Erziehung. Sein unruhiger