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Würtemberg (Statistik)
dcn sein soll. — Die Geschichte Württembergs Hobe» Spittler und Pfister geschst,,den. Auch Pfaff, „Gesch. Würtembcrgs". Die 2. Abth. des 2. Bds. (Reutlingi»1820) geht bis auf den Tod des Königs Friedrich 1816. Ferner: I. G. Pch,„Gesch. von Würtcmberg für das würtemberg. Volk" (4 Bdchn., Stuttg. 1828).
Statistik. Man kennt keinen deutschen Staat so genau als Würtcmberz.Unter der jetzigen Negierung ist die Kenntniß des Staats, seiner Kräfte und den»Wirksamkeit ein Gemeingut aller gebildeten Bürger geworden. Dazu trägt Vorzug,lieh das am 28. Nov. 1822 errichtete topogr.-statist. Bureau bei, dessen MitglichMemmingcr ist. Schon früher bestanden eine topographische Aufnahme des La«,des und Chartenanstalt, eine Katastercommisston und ein Verein für ValeriensGeschichte, Statistik und Topographie, der vom Finanzminister Weckherlin gebildet,und am 23. März 1822 eröffnet wurde. Der Nutzen dieser Anstalten wird buchÖffentlichkeit befördert; daher erscheinen Charten und Beschreibungen der einzel-uen Oberämter bei Cotta seit 1824 — 27. — Das alte Würtemberg zahlte im1.1734 auf 161 sJM. 428,000 E., mit Montbeillard 1751, auf 185 sM530.000 E. Durch die Entschädigung 1803 wuchs die Volksmenge auf 769,000.Der presburger Friede 1805 vermehrte das Areal auf 234, der Rheinbund auf321, und der wiener Friede 1809 auf 360 sst M. Auf diesem Flächenraume von360 H)M. zählte das Königreich im Nov. 1828, 1,550,213 E. in 4 Kreisen,64 Obcramtern, 132 Städten, 1201 Pfarrdörfern, 467 andre Dörfer, 127Pfan-weilcr, 2745 andre Weiler, 1678 Höfe rc., auf 1 HjM. 4310 Menschen. U»taden Einwohnern gibt es 2400 Waldenser in 8 Gemeinden und 9100Juden; ferme462,857 Kath., 2407 Ref., 463 Mennoniten und Herrnhuter. Die Würtem-berger find ein fleißiges und fähiges Volk, nicht durch Sitzen in Fabriken verkrüp-pelt, sondern ein gesunder Menschenschlag. Durch Landbau derb und kräftig, ho-ben sie sich auch durch ihre Tapferkeit in neuerer Zeit als echte Abkömmlinge des al-ten Schwabenvolks bewiesen. Die große Bevölkerung hat jedoch viele Auswande-rungen veranlaßt. Das Lutherthum hat aufgehört, alleinherrschcnde Religion zusein; alle christliche Confessionen haben gleiche Rechte. Findet sich auch noch eineVerschiedenheit der Bildung zwischen den Einw. des ehemal. Herzoglhnms und denneu erworbenen Unterthanen: bald wird Ein Geist alles Volk beleben; mußten jadie Würtemberger bei der eignen Art, wie ihr Vaterland entstanden ist, von jeherdurch Geben und Nehmen sich gegenseitig zusammenbilden. Nirgends ist ein Man-gel zweckmäßiger Anstalten für höhere und für Volksbildung (s. Tübingen).Die evangel.-theolog. Seminare erhielten durch die königl. Verordnung vom 15.Nov. 1829 eine veränderte Einrichtung. (S. Paulus's „Sophronizon", 12. Bd,3-H.) Überdas landwirthschaftiiche Institut s. Hohenheim. — Der imApril 1830 geschloffene Landtag setzte den Zinsfuß der Staatsschuld (im 1.1826über 27,356,000 Gldn.) auf 4 vom 100. Nach dem Finanzgesctze für die 3 Jahrevom 1. Juli 1830 bis zum 30. Juni 1833, ist der Staatsbedarf für das erste Fi-nanzjahr auf 9,609,523 Gulden, für das 2. auf 9,386,969, für das 3. auf9,454,235 Gldn. festgesetzt, zusammen 28,450,728 Gldn., zu deren Deckung dieRegierung, neben dem Ertrage der Doma-'ncn, Regalien und zufälligen Einnah-men, für diese 3 I. zusammen 11,450,563 Gldn. erhält, theils an Steuern, theilsan Überschüssen von der Restverwaltung. Jndeß haben die wohlfeilen Zeiten dasSteigen der Abgaben an Staats- und Gemeindekosten und die Zinsvcrmehrung anStaats- und Privatschulden nur desto fühlbarer gemacht. — Die im Waarcnhan-del mit dem Auslande jährl. umgesctzte Summe wird auf 33 Mill. Gldn. geschätzt,wovon aufNaturerzcugnisse 15,902,000, und aufJndustrieerzeugnisse 16,910,000Gldn. kommen. Die Gesammtsumme, welche Würtemberg in dem Verkehre mitdem Auslande jährl. gewann, soll (?) an 2 Mill. Gldn. betragen. — Mit dem 1>Juli 1828 trat der am 18. Jan. 1828 zwischen Baicrn und Würtemberg abgc-