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12 (1830) W bis Z
Entstehung
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2 Wache

Wandmalereien für die Capelle deS gricch. Cultus im Schlosse zu Berlin, möchtendie bedeutender» aus dieser frühern Periode sein. In den Kriegsjahren 1813 und1814 diente W. als Freiwilliger und ward Adjutant in dem 4. kurmark. Landw.-Jnf.-Regim., mit dem er bis Holland vordrang. Nach dem Frieden eilte er zu s.Werkstatt zurück, um jene Heiligthumwanb zu vollenden und ein Portrait der Prin-zessin Wilhelm, Gemahlin des Bruders des Königs, welches sich jetzt im Besitzeder verwitweten Fürstin von Rudolstadt, der Schwester der Dargestellten, befindet.Nach Bonaparte's zweitem Auftreten eilte W. den Fahnen wieder zu. Der Königstellte ihn im Generalstabc des Gen. Gr. Tauenzien v. Wittenberg an. Siegreichzog das Heer in Paris ein und W. mit dem Heere, aus dem er nun, mit dem eiser-nen Kreuze geschmückt, schied, um mit Erlaubniß seines Monarchen in Paris zurück-zubleiben. Vom August 1815 bis Ma! 1817 benutzte er dort die Schule von Da-vid und Legros und bildete ein Talent aus, das schon von seinem ersten Aufleuchtenan sich als glänzend bemerklich gemacht hatte. Noch glaubt man in den Werken desKünstlers den Einfluß jener Schule daran zu bemerken, daß er, fern von ihren Über-treibungen, größere Schattenmassen nicht so scheut, wie viele seiner Zeitgenossen,und ein plastisches Princip sich namentlich in den schönen Falten seiner Gewänderbemerklich macht. So vorbereitet trat W- im Mai 1817 die Reise nach Rom an,wo damals Overbeck, Cornelius, W. Schadow, Vogel, Lund u. A. im regsten Eifereines befreundeten Strebens zusammentrafcn. Außer einem sehr gefälligen Bildeeines Mädchens aus Velletri, wozu ihm ein franz. Künstler das Motiv hergegcbenhatte, führte er in Rom nur Cartons und Studien zu jenen Arbeiten aus, die seinPinsel !m Vaterlande einst schaffen sollte. Dafür sammelte er sich auf einer Kunst-reise durch Toscana 1818 Zeichnungen nach den ältern Meistern, die Rafael vor-ausgingen, und vollendete in Florenz eine Copie der Vision des Ezechiel von Ra-fael. Ein großer Carton, die symbolische Darstellung des Christenthums, dessenfestrSVebäude die Repräsentanten seiner einzelnen Bekenntnisse tragen und halten,dann die Skizze in Farben einer Einsetzung des Abendmahls, von dem Könige fürdie Garnisonkirche zu Berlin bestimmt, und eine kleine Copie des Bildes von Titian,der irdischen und der geistigen Liebe, in der Galerie Borghese, machten den Schatzaus, den der Künstler 1819 aus Rom ins Vaterland zurücknahm. Bei s. Ankunftin Berlin übernahm W. die Darstellung der Musen für den Plafond des neuenSchauspielsaales. Das auswärtige Publicum hat das Verdienst des Künstlers inder geistreichen Auffassung und der anmuthvollen Ausführung seiner Aufgabe wür-digen können, da diese Musen von Caspar, zum Theil unter Longhi's Leitung, vor-trefflich gestochen worden sind. Später malte der Künstler eine Auferstehung, alsAltarbild für die Protestant. Peter-Paulskirche in Moskau, nebst dem dazu gehöri-gen Untersatzbilde (preäella); (vgl. den Aufsatz der Frau v. Helvig, imKunst-blatte", 1823, Nr. 25 fg.). Beide, sowol die Auferstehung als die Abendmahls-einsetzung, in welcher der Künstler, wie Lucas Signorelli, den Heiland stehend dar-gestellt hatte, waren, nicht bloß räumlich, die größten Kunstwerke der berliner Kunst-ausstellung vom 1.1823. Späterhin gab W. außer mehren Portraits, in deneneine geistreiche Jndividualisirung und glücklich berechneter Effect der Farben mitsorgfältiger Ausführung vorzüglich anzieht (z. B. das von Berlin bestellte Portraitder gegenwärtigen Königin der Niederlande, der Kronprinzessin von Preußen), nochdie Legende der h. Elisabeth, in mehren zu einem Ganzen vereinigten Bildern. W.ist seit 18t9 Mitgl. des Senats der berliner Kunstakademie und seit dem Ankäufeder Solly'schen Sammlung mit Hirt und A. beauftragt, über die Auswahl zu ent-scheiden, welche aus ihr zur Ausschmückung des Museums bestimmt ist, und zugleichdie Herstellung der Bilder zu beaufsichtigen. 19.

Wache, Wacht, ein mititairischer Ausdruck, welcher einen einzelnen odermehre Soldaten bezeichnet, die zur Siche?heit eines Ortes, Gegenstandes, Posten-,