Druckschrift 
12 (1830) W bis Z
Entstehung
Seite
VI
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ferner aus der im zehnten Bande, S. xvn xxxrx, Leipzig den 15.April 1820, unterzeichnet: Friedrich Arnold Brockhaus,

Ludwig Hain;

sowie aus der Nachschrift zu dem dritten Drucke der fünften Auflageim ersten Bande S. ix, Leipzig den 1. Juli 1821, und aus dem Schluß-worte im zehnten Bande, S. xr, xi-viii, Leipzig den 15. Nov.1821; beide unterzeichnet: F. A. Brockhaus,

insbesondere aber aus der Vorrede zur sechsten Aufl., Leipzig im De-cember 1823, unterzeichnet:

Die Verlagshandlung des Conversations-Lexikons:F. A. Brockhaus,

das Geschichtliche von der Entstehung, von der Entwickelung derGrundidee, von dem äußern Fortgange und von dem Verfahren beider wiederholten Erneuerung des Conversations-Lexikons hier zusammen-zustellen.

Die erste Idee zu unserm Werke wurde um das Jahr 1796 vondem nun verstorbenen v. Löbel gefaßt. Er sagt darüber in der Vor-rede zur ersten Auflage Folgendes:

Vor 30, 40 Jahren, als im Allgemeinen größtentheils nur einegewisse Gattung von Kenntnissen, nämlich die politischen, Gegen-stand der Conversation war, mochte Hübner'sZeitungs- und Con-versations-Lexikon" mehr als hinreichend sein, das erwähnte Bedürfnißzu befriedigen; allein zu einer Zeit, in welcher eine Menge Gegenständeaus den verschiedensten Wissenschaften in das gesellige Gespräch einge-drungen sind, hat sich der Begriff der Conversation mit dem Gebietederselben gar sehr erweitert. Zu einer Zeit, in welcher ein allgemeinesStreben nach Geistesbildung, wenigstens nach dem Scheine derselben(zugleich die Ursache und die Folge der immer mehr sich verbreitendenAnnäherung der Geschlechter und Stände in ihren Begriffen an einan-der), das Weib wie den Mann, den Nichtgelehrten wie den Gelehrtenin einen gemeinschaftlichen Conversationskreis führt, in welchem mangewisse Begriffe und Kenntnisse bei einem Jeden schon aus Höflichkeitvoraussetzt, deren Mangel zwar nicht selten stattsindet, aber doch ohneScham nie verrakhen wird: zu einer solchen Zeit muß ohne Zweifel eindem gegenwärtigen Umfange der Conversation angemessenes Wörterbuchfür dieselbe mehr als jemals nothwendig und nützlich sein. Mit derConversation hält, wenigstens bei dem männlichen Geschlechts, die Lec-ture gleichen Schritt; nur daß der Schriftsteller bei seinen Lesern nochmehr Begriffe voraussetzen zu dürfen glaubt, als es bei der Konver-sation der Fall ist".

Indem wir es versucht haben, durch gegenwärtige Erklärung derin das gemeine Leben übergegangenen wissenschaftlichen Kenntnisse undBegriffe die Theilnahme an einer lehrreichen Unterhaltung und zu glei-cher Zeit die Benutzung schätzbarer Schriften zu erleichtern, haben unsim Allgemeinen folgende Grundsätze vorgeschwebt: erstlich mit sorgfäl-tiger Vermeidung der Einseitigkeit uns so viel als möglich über alle ge-meinnützige Zweige des menschlichen Wissens zu verbreiten, zweitensaber aus diesen verschiedenen Kenntnissen bloß das Gemeininteressanteherauszuheben, wovon vorzüglich im gemeinen Leben die Rede ist.Dieser zweite Gesichtspunkt enthält zugleich die Ursache, warum auseiner Wissenschaft mehr, aus der andern weniger Begriffe ausgeho-ben sind".