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hätten etwas unbeschreiblich Tiefsinniges, und was Tausendenvon Menschen zu sehen versagt sei, als der Physiognomist. Ichhabe mich ehemals sehr damit abgegeben, und mir nicht wenigdarauf zu Gute gethan. Die meisten waren so fein, daß es mirgar nicht schwer wurde, zu glauben und einzusehen, daß sie nichtleicht Jemand anders machen könne, als Ich. Man darf abernur Acht geben, wie veränderlich und schwimmend die Grcnzli-nien jeder gemachten Zeichnung sind, und wie oft man andereziehen muß; das Beständige ist gering, und zu Papier gebrachtnur demjenigen recht verständlich, der es sich schon vorher selbstgefunden hat, dem Adepten. Nunmehr bin ich überzeugt, daßes hundert andern Leuten, zumal Stubensitzern, eben so gegan-gen ist, wie mir. Nachrichten aus dem Cabinet der Seele sindunterrichtender, als die, die in allen Compendien stehen; daherhabe ich die gegenwärtige aus dem Cabinet der meinigen sehrgern bekannt gemacht.
Das System des Helvetius, daß die Menschen an Anlagenalle einander gleich wären, stoßt alle Physiognomik über denHansen. Woher kommt es doch, daß man bei ähnlichen Ge-sichtern so oft ähnliche Gesinnungen findet?
Es gibt Leute, die so fette Gesichter haben, daß sie unterdem «peek lachen können, daß der größte physiognomischeZauberer nichts davon gewahr wird, da wir arme wind-dünne Geschöpfe, denen die Seele unmittelbar unter der