In den höflichen Städtchen ist es unmöglich, etwas in derWeltkcnntniß zu thun. Alles ist da so höflich ehrlich, so höflichgrob, nnd so höflich betrügerisch, daß man selten böse genugwerden kann, um eine Satire zn schreiben. Die Leute verdie-nen immer Mitleiden. Kurz es fehlt Allem die Stärke.
Kein Charakter ist gemeiner, als der von Philipp ils. vonSpanien: Langsam ohne Klugheit, falsch ohne jemanden zuhintergehen, und fein ohne die geringste wahre Beurtheilung.So schildert ihn Hume.
Es ist ein wahres Vergnügen, eine Cvguette zu sehen, wiesie sich sträubt und bäumt und wendet, und nicht über die Liniehinüber will, die die alte Frau von der jungen scheidet. Siearbeiten mit Reiben und Waschen, mit Schönpflästerchen undPutz immer dem Alter entgegen, das sie hinüberziehen will, bissie endlich, wenn sie sehen, daß man zu glauben anfängt, siewären schon hinüber, wirklich nachgeben und hinübergehen.
Der Umgang mit vernünftigen Leuten ist deßwegen jeder-mann so sehr anzurathcn, weil ein Dummkopf auf diese Artdurch Nachahmen klug handeln lernen kann; denn die größtenDummköpfe können nachahmen, selbst die Affen, Pudelhundeund Elephanten können es.
Kaufleute, die täglich oft ganz entgegengesetzte Moden ruh-