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wir dieses erst bei dem Zusammengesetzten thun, so ist alle Mühevergebens. Diese leichten Dinge schwer zu finden, verräth keinegeringen Fortschritte in der Philosophie. — Was aber das An-dere anbetrifft, so antworte ich: Nein! man braucht es nichtzu wissen; aber man braucht auch kein Philosoph zu sein.
Für das Künftige sorgen, muß für Geschöpfe, die das Künf-tige nicht kennen, sonderbare Einschränkungen leiden. Sich aufmehrere Fälle zugleich schicken, wovon oft eine Art die anderezum Theil aufheben muß, kann von einer vernünftigen Gleich-gültigkeit gegen das Künftige wenig unterschieden sein.
Die wenigsten Menschen haben wohl recht über den Werthdes Nichtseins gehörig nachgedacht. Unter Nichtsein nach demTode stelle ich mir den Zustand vor, in dem ich mich befand,ehe ich geboren ward. Es ist eigentlich nicht Apathie, denn diekaun noch gefühlt werden, sondern es ist gar nichts. Geratheich in diesen Zustand — wiewohl hier die Wörter ich und Zu-stand gar nicht mehr passen; es ist, glaube ich, etwas, dasdem ewigen Leben völlig das Gleichgewicht hält. Sein undNichtsein stehen einander, wenn von empfindenden Wesen dieRede ist, nicht entgegen, sondern Nichtsein und höchsteGlückseligkeit. Ich glaube, man befindet sich gleich wohl,in welchem von beiden Zuständen man ist. Sein und abwar-ten, seiner Vernunft gemäß handeln, ist unsere Pflicht, da wirdas Ganze nicht übersehen.