Druckschrift 
1 (1844)
Entstehung
Seite
49
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hält den Zustand, in dem sich Alles jetzt befindet, für den einzigmöglichen, und verhält sich leidend bei Allem. Ihm fällt nichtein, daß Alles, von der Form der Meublen bis zur feinstenHypothese hinauf, in dem großen Rath der Menschen beschlossenworden, dessen Mitglied er ist. Er trägt dünne Sohlen anseinen Schuhen, wenn ihm gleich die spitzen Steine die Füßewund drücken; er läßt die Schuhschnallen sich durch die Modebis an die Zehen rücken, wenn ihm gleich der Schuh öftersstecken bleibt; er denkt nicht daran, daß die Form des Schuhesso gut von ihm abhängt, als von dem Narren, der sie aufelendem Pflaster zuerst dünne trug. Dem großen Genie fälltüberall ein: könnte dieses nicht auch falsch sein? Esgibt seine Stimme nie ohne Überlegung. Ich habe einen Mannvon großen Talenten gekannt, dessen ganzes Meinungensystem,so wie sein Meublenvorrath, sich durch eine bejondre Ordnungund Brauchbarkeit unterschied; er nahm nichts in sein Hausauf, wovon er nicht den Nutzen deutlich sah. Etwas anzu-schaffen, bloß weil es andre Leute hatten, war ihm unmöglich.Er dachte: so hat man ohne mich beschlossen, daß es sein soll,vielleicht hätte man anders beschlossen, wenn ich dabei gewesenwäre. Dank sei es diesen Männern, daß sie zuweilen wenig-stens einmal schütteln, wenn es sich setzen will, wozu unsreWelt noch zu jung ist. Chinesen dürfen wir noch nicht werden.Wären die Nationen ganz von einander getrennt, so würdenvielleicht alle, obgleich auf verschiedenen Stufen der Vollkom-menheit, zu dem chinesischen Stillstand gelangt sein.

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