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Es ist allerdings keine geringe Schwierigkeit, Philosophiezweckmäßig zu lehren. Das Kind, der Knabe, der Jüng-ling und der Mann hat seine eigene. Wie glücklich, wenn einAlter dem andern, ein Jahr dem andern in die Hand arbeitet!Wenn das eine Räder, ein anderes Federn, noch ein anderesZifferblätter verfertigte, so brächte wohl noch einmal ein vierteseine Uhr zu Stande. Wenn jeder Mensch seinen besondernPlaneten bewohnte, was wäre wohl da Philosophie? Was siejetzt auch ist; ein Inbegriff der Meinungen eines Menschen istseine Philosophie. Wer wäre wohl des Menschen Schuhmacher?und wer sei» Baumeister? Versetzt man ihn in eine Gesellschaft,so ließe er sich wohl die Schuhe von einem Andern machen, aberseine Meinungen? das ist eine üble Sache; ich kann den Halsbrechen, wenn ich sie mir selbst zusammcnstümpere, oder einPaar gut gemachte erhandle, die mir nicht passen. — DieFrage: soll man selbst Philosophiren? muß, dünkt mich,so beantwortet werden, als eine ähnliche: soll man sich selbstrasiren? Wenn mich jemand darüber fragte, so würde ich ant-worten: wenn man es recht kann, ist es eine vortreffliche Sache.Ich denke immer, daß man das Letztere selbst zu lernen suche,aber ja nicht die ersten Versuche an der Kehle mache. — Handlewie die Weisesten vor dir gehandelt haben, und mache den An-fang deiner philosophischen Übungen nicht an solchen Stellen,wo dich ein Irrthum dem Scharfrichter in die Hände liefernkann. — Was für Gegenstände eröffnet nicht hier die Mathe-matik zur Übung! Wer kann uns in andern Theilen der