Druckschrift 
1 (1844)
Entstehung
Seite
41
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Das Sammeln und beständige Lesen ohne Übung der Kräftehat das Unangenehme, welches ich seit einigen Jahren (1788geschrieben) bei mir bemerke, daß sich Alles an das Gedächtnißund nicht an ein System hängt. Daher fallen mir beim Dispn-tircn oft die besten Argumente nicht so leicht bei, wie wenn ichallein bin, oder eigentlich, ich muß mir wirklich erfinden wasich schon wußte, aber gemeiniglich erst in dem Augenblicke er-fahre ich, daß ich es wußte, wenn es mir nichts nutzt, es gewußtzu haben.

Ich vergesse das Meiste was ich gelesen habe; nichts destoweniger aber trägt es zur Erhaltung meines Geistes bei.

Wir glauben, daß wir frei wären in unseren Handlungen,so wie wir im Traume einen Ort für ganz bekannt halten, denwir gewiß jetzt zum ersten Male sehen. So träumte mir in derNacht von, 2Jstcn auf den 24stcn Oktober 1788, ich hätte michin eine Stadt verirrt, von der mir nicht einmal der Name imTraume bekannt war und endlich, als ich in der Ferne einezerfallene Bogenstellung bemerkte, war ich froh, weil ich dievon meinem Garten ans sehen und also mein Haus nicht weitsein konnte. Beim Erwachen fand ich aber schon, daß ich niein meinem Leben an einer solchen Bogenstcllung gewohnt hatteu. s. w. In meinen Träumen findet sich mehr dergleichen.

Was bei anderen Ehen im Ernst geschieht, das ahmen wirlieh und meine Frau) aus Scherz nach. Wir zanken uns form-