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durch mehr als 60 Reisen mit dem Luftballon, die er in den Hauptstäd-ten Europa's anstellte. Er starb vor einigen Zähren in Pariö.
16) k.irnci-in L-Iptiste Olivicr) war vor der RevolutionSecrctär in Pachtbüreau, kam dann in die Bureaux des Nationalcon-vcntS und trat im Proceß der Königin als Zeuge gegen dieselbe auf.Später ward er „Jlluminatcur" im Hause der Exkönigin Hortensia undZos. Bonaparte's und leitete 1815 mit dem Physiker Lobertsn», Ver-suche mit dem Fallschirm. Seine Tochter Llisn > damals 24 Jahr alt,ließ sich den 21. Septbr., in Gegenwart des Königs von Preußen, auseiner Höhe von 1800 Klaftern mit dem Fallschirm herab; ein zweitesMal, den 24. März 1816, seitdem öfter, 1829 in Hamburg. DieLuftschifferin nennt sich LLi-oniste. — Sein jüngerer Bruder ^n,lrüF->cc,u<!s, zu seiner Zeit nächst vl.aneknill der geschickteste Luftschiffer,erfand eins eigne Art Fallschirm am Luftballon und machte damit zuParis 1799 den ersten Versuch, dann 1800 vor dem Hofe zu PeterSburg,worauf er sich den Namen le Premier »eroaante clu lVni',1 beilegte.Später, den 19. Aug. 1809, stieg er Abends 10 llhr mit einem vonbrennenden Lampen umhangenen Ballon zu Paris auf, und landete amandern Morgen 7 llhr bei Aachen.
17) Vexv», geb. 1756 zu Wien, ein geschickter Uhrmacher, erlangteRuf durch seine zahlreichen, freilich nur zum Theil gelungene» Flicgver-suche. Seine erste Probe machte er, indem er von der Höhe des Ste-phansthurmes zu Wien herab flog. Allein die ungeheuren Flügel ver-mochten nicht die eigne Last, verbunden mit der seinigen, zu tragen; erstürzte herab und verletzte sich schwer. Dennoch machte er neue Ver-suche, indem er die ihm mangelnde Kraft von einigen Pfunden durcheinen kleinen Luftballon zu ersetzen versuchte. Wirklich gelangen dieseVersuche. Nun ging er 1813 nach Paris, wo sie indessen, wegen widri-gen Windes, völlig mißlangen. Verhöhnt und verarmt zog er sich nachWien zurück, wo er wenige Jahre darauf starb. Ueber seine Flugma-schine vgl. kllbei't'g Annal. XXX. 3. S. 320 u. s. w. und 327 u. s. w.
18) Vgl. dessen Schriften: x.acb.ai'i»; Elemente der
Luftschwimmkunst, hergeleitet aus dem Fluge der Böge! und dem Schwim-men der Fische. Mit 1 Kupf. Mittend. 1807. Ferner: Flugeslust,Flugcsbeginnen und Flugcsfortgang. Neue, mit Beschreibung der erstenWendelsteiner Fallversuche vermehrte, Ausgabe. Mit 1 Kpf. Lpz. 1821.und: Geschichte der Luftschwimmkunst von 1783 bis zu den WcndelsteinerFallversuchen. Mit e. Vorrede herausgeg. von L Lllrlst. <4. Lessler.Lpz. 1823.
19) vlot (3can Lnxiiste), Physiker und Astronom, geb. 1774 zu
Paris, trat in Artilleriedieust, widmete sich später der Naturwisseuschaft,wurde Professor zu Beauvais, 1800 Pros. der Physik am <ie
riLuee in Paris, 18o2 Mitglied der ersten Klaffe des Instituts. Er