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den Widerstand der Luft entfaltet hat. Ucbrigens ist es gleichgültig, auswelcher Höhe der Aeronaut sich herabläßt, indem die Fallgeschwindigkeit,womit er auf der Erde ankommt, bei den verschiedensten Höhen die-selbe bleibt.
14) 2->i>,t>eci!!>i'i (Ikrancesen, Graf), geb. 1756 zu Bologna, stammteaus einer alten Familie, die zu den 40 Senatoren dieser Stadt gehörte.Sorgfältig erzogen, erwarb er sich gute mathematische Kenntnisse undtrat in königlich spanische Dienste als Seeofficier. Er wurde von denTürken gefangen und in den Bagno nach Konstantinopel geschickt. Endlichbewirkte der spanische Gesandte seine Freilassung. Graf 2. machte nuneine Reise in die Levante und nach Afrika. Hierauf besuchte er dieHauptstädte Europa'S. Dann ging er in sein Vaterland zurück undstudirte vorzüglich die Theorie der Acronautik. Mittelst einer sinnreichenVorrichtung glaubte er die Lenkung des Luftballs, folglich die Kunst derLuftschifffahrt erfunden zu haben. Er hatte sein Verfahren auf die Ver-schiedenheit der Luftströmungen in den höheren oder tieferen Luftschichtengegründet und wollte sich mittelst Vermehrung oder Verminderung desGases nach Belieben erheben oder niederlassen und dann durch den Luft-strom fortrndern. Gefahrvoll war die erste Reise, die er am 7. Oct.1803 mit Di'. kraüüelti und Littli'eoli zu Bologna unternahm. Bei derdamaligen Kälte war die Luft in den höheren Regionen so dünn, daßdie Lustschiffer ganz erstarrten und, mit Ausnahme von ^nclrcoli, intiefen Schlaf versanken. Als unterdessen der Ballon in LaS Meer zufallen drohte, kam ^»äreoli dieser Gefahr durch Auswerfen von Ballastzuvor. Nach 5 Stunden fiel er wirklich in das adriatische Meer und nurmit Mühe wurden die Aeronauten von einem nahen Schiffe gerettet.Der von der Gondel abgeschnittene Ballon flog bis nach Bosnien undkam bei der türkischen Festung Vihacs nieder; der Graf mußte sich abernachher in Venedig 3 dabei erfrorne Finger abnehmen lassen. Einezweite Fahrt am 22. Aug. 1804 fiel eben so unglücklich aus. Als aber2. den auf den 21. Septbr. 1812 angekündigten Versuch bei ungünstigerWitterung unternahm, blieb fein Ball an einem Baume hängen, daSMaschinenwesen geriet!) in Unordnung, der Ball sing Feuer, und X.verlor dabei sein Leben in einem Alter von 56 Jahren.
15) Lobai'tsvn (8tez>lu»l Lusglii'), geb. zu Lüttich 1763, studirte inLöwen Theologie, ging aber bald zur Malerei über, verließ jedoch dieseKunst bald wieder, um Physik zu stndiren, wurde 1794 Professor derPhysik im Ourthedepartement und ging nach Paris, um dem Gouver-nement seinen erneuten Spiegel des Archüncdes anzubieten, was jedochzu keinem Resultate führte. H. beschäftigte sich aber ferner in Paris mitPhysik, besonders mit Volta mit dem Galvanismus, mit dem er mehrewichtige Entdeckungen machte. Besonders erhielt er durch sein brillantes,physikalisches Cabinet, das er in Paris aufstellte. Ruf, noch größeren