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die Weise zersetzt wird, daß sich sein Sauerstoff mit dem Eisen verbin-dct, und sein Wasserstoff als Gas entweicht. Hat man das Eisen vordem Versuche gewogen und wiegt es nachher in dem oxydirten Zustandewieder, so findet man, daß es an Gewicht zugenommen hat, und dieseGewichtszunahme entspricht der Menge des entwickelten Wasserstoff-gases in dem Verhältniß, wie Sauerstoff und Wasserstoff im Wasserenthalten sind.
5) irincli (Zosepli), von Fourcroy der Nestor der chemischen Revo-lution genannt, gev. 1728 zu Bordeaux, wo sein Vater, aus Belfastin Irland gebürtig, aber aus einer schottischen Familie, Wcinhandcltrieb. Sein Vater sendete ihn 1740 nach Belfast, um ihn als Britenerziehen zu lassen, von dort aber ging er 1746 auf die UniversitätGlasgow, wo ihm Dr. Dulle» eine große Neigung zur Chemie ein-flößte. 1754 ward er zu Edinburg Doktor der Medicin und schrieb:»De Iiuiiiore -retilo » eiliis orto et meines!» nllin. Darauf machte erim 2. Bd. der „Philosoph, und litcrarischen Schriften der EdinburgcrGesellschaft" 1756 seine Erfahrungen über die weiße Magnesia, dengelöfchten Kalk und einige andere alkalische Substanzen bekannt. Erzeigt darin das Daseyn einer lustsörmigen Flüssigkeit, welche er fixe Lustnennt, deren Gegenwart die Aetzkraft der Alkalien und Kalkcrden mil-dert. Man kann diese Entdeckung als die Mutter aller derjenigenbetrachten, welche die Namen Dave»llisli, lllrlestle)-, I-avoitter u. A,unsterblich gemacht und der Chemie eine neue Gestalt gegeben haben.1757 bereicherte iri-uR die Wissenschaft mit seiner Lehre von der verbor-genen (latenten oder stritten) Wärme, welche so wichtige Ergebnisse her-vorgebracht hat. Er wurde 1756 an des v>. Dulle» Stelle als Professorder Medicin nach Glasgow berufen. Als 1765 Dulle» den Lehrstublin Edinburg ebenfalls verließ, ersetzte LIael: ihn auch hier. Nie wußteein Lehrer seinen Zuhörern gleichen Eifer einzuflößen, und sein Unter-richt trug daher viel dazu bei, den Geschmack für die Chemie in Großbri-tannien allgemeiner zu machen. Er starb am 26. Nov. 1799 plötzlich,aber sanft, im 71. Jahre seines Alters, geschätzt von seinen Freunden,unverbeirathet. Seine Sitten waren einfach, sein Charakter kalt undzurückhaltend.
6) Die ganze Luftschiffkunst gründet sich nämlich darauf, daß einjeder Körper, der specifisch leichter als Luft ist, in derselben eben soaufsteigen muß, wie ein Körper, der specifisch leichter als Wasser ist,z. B. Kork, auf dem Wasser schwimmt. Soll also ein Aerostat zum Stei-gen gebracht werden, so muß er sammt seinen Lasten ein geringeres Ge-wicht haben, als eine Luftmasse von demselben Volumen. Ein Kör-per, der aus einem an sich schon leichten Stoffe besteht und luftdicht ist,wird sich emporheben, wenn man die in ihm enthaltene Luft durch Hitzehinlänglich verdünnt, oder ihn mit dem so leichten Wasserstoffgas an-