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Erstes Capitel.
sagte man, „nie Kind, sondern gleich König." Zu seinem Hof-meister ward Otto Helmer von Mörner ernannt; seine Lehrerwaren, in der Geschichte, tliul. üuiüim, in den übrigen Gegen-ständen Johann Skytte. Der König selbst hatte hinsichtlich seinerErziehung Vorschriften voller Gottesfurcht, Verstand und Ernsterlassen. Im selben Geiste wirkte Skytte selbst. Mit Wortenhielt er dem Prinzen vor, wie nützlich und nothwendig es sei,die Wissenschaften kennen zu lernen, und in der Regierung einesLandes Klugheit und Redlichkeit zu beweisen. „ Er solle zu seinenRathgeber gottcsfürchtige und feste Männer wählen, nicht unkun-dige Personen, welche Eseln im Purpurmantel gleichen; nichtsolche, welche Ja! Ja! und Nein! Nein! sagen, nachdem ihrHerr das eine oder das andre gesagt hat; noch weniger solchehöfische Grosithuer und umher schleichende Verläumdcr, wovon eSoft, wie von einer Unzahl Würmern und Engerlingen an denHöfen wimmelt." >—- Der Unterricht ward mit Eifer und Erfolgvon 1604 bis 1610 ununterbrochen fortgesetzt, wo Skytte inStaatsangelegenheiten nach Holland gesandt ward. Aber auchvon dorther fuhr er fort, mit Ernst und Liebe zu seinem frühernLehrlinge zu reden. „Wie eifrig," schreibt er, „wie brennendmein Verlangen war, durch mauuichfachen Vorrath des Wissens-würdigsten Eure Hoheit zur Regierung des Vaterlandes geschickt zumachen, das bezeugt mir mein eignes Gewissen und die manchenJahre, die ich darauf verwendet habe. Jetzt, wo ich die reichsteFrucht genießen sollte, werde ich von einer so cdeln Beschäftigungabgerufen, und in Staatsangelegenheiten ins Ausland gesendet;aber entfernt wie nahe, beschwöre ich Eure Hoheit bei allen Mühender vergangenen Jahre, bei dem Ruhme des eignen Namens,und bei der wahren Glückseligkeit des Vaterlandes, sich nichtdurch leere und eitle Freuden vom Voranschreiten auf der einmaleingeschlagenen Bahn ablocken zu lassen. Bedenken Eure Hoheit,welch großen Nachtheil und wie mancher Menschen Verachtungsie sich zuziehen würde, wenn sie Tugend und Wissenschaft beiSeite legte, das einzig Beständige in diesem Leben! und sich derWeichlichkeit und dem eitlen Vergnügen ergäbe! Dann wäre ichja unglücklich, und alle meine Arbeit vergebens!" — Dieseernsten Ermahnungen, fortwährend durch den lebendigen Eiferund die Liebe der Lehrer unterstützt, brachten auch ungewöhnliche