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Th. [1.] (1842)
Entstehung
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Ueber Gustaf Adolfs Jugend.

Früchte hervor. Der Prinz sprach mit ziemlicher Fertigkeit Latein,Deutsch, Niederländisch, Französisch und Italienisch, und verstanddabei Spanisch, Englisch, Schottisch und außerdem auch nochetwas Polnijch und Russisch. In der Geschichte hatte er tiefe Ein-sichten, in der Philosophie nicht unbedeutende. Den Seneca wußteer beinah auswendig, und verstand mit ausgezeichneter Geschick-lichkeit dessen Kraflsprache bei vorkommenden Gelegenheiten anzu-wenden; in spätern Jahren ward Hugo Grvtius sein liebsterSchriftsteller. Diese Beschäftigungen flößten ihm ernste Gedankenein. Man sah ihn Kalo den einen, bald den andern Helden ausder frühern Zeit zum Vorbild nehmen; nicht selten den PrinzenMoritz von Oranien, dessen Kriegesthaten damals durch ganzEuropa allgemein bewundert wurden. Die Wichtigkeit seines

künftigen Berufes, und die damit verbundene schwere Verant-wortlichkeit , entgingen dem klaren Blicke, dem zartfühlenden Herzennicht; oft sah man Thränen in seinen Augen, wenn die Gedankenund das Gespräch sich aus diesen Gegenstand wandten. - Undschon frühzeitig mußte er in dessen Mühen eingeweiht werden.Schon vom 9. Jahre an wohnte er den Versammlungen desNeichSrathes bei; im 12. fing er an, kleinere Geschäfte zu erledigen;mit 16 Jahren war er dem Vater schon ein unentbehrlicher Ge-hülfe. Er schrieb Truppenlieferungen aus, und musterte sie,

sorgte für die nöthigen Vorräthe, führte kleinere Kriegsnnternch-mungen aus, unterhandelte mit fremden Gesandten oder mit deneignen Neichsständen, sich überall Liebe und Bewunderung erwer-bend. Vom Nathsherrn bis zum Bauern blickte jedes Auge mitHoffnung und Vertrauen auf den jungen Prinzen, von ihmRettung und Hülfe für das bedrängte Vaterland erwartend.

Zweites Capitel.

Gustaf Adolf wird König.

Bei Karls IX. Tode war Gustaf Adolf noch nicht ganz17 Jahre alt, und also nach den schwedischen Gesetzen noch zujung, um den Thron zu besteigen. Manchen schien es auch, alshätte Herzog Johann *) nähere Rechte dazu. Dessen frühereVerzichtleistung konnte man theils als erzwungen durch Karls

*) Siehe die Einleitung und das Sie Capitel.