Einleitung zu der Uebersetzung.
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annahm, die ihm schon 1600 von den Ständen war angebotenworden. Erst 1604 erklärte er sich bereit, sie anzunehmen, nach-dem der junge Herzog Johann (man sehe das 2te und 5te Cap.)darauf Verzicht geleistet hatte. Gustaf Adolf ward als Kronprinzanerkannt, Karl Philipp als Erbfürst des Neichs; stürben beideund Herzog Johann ohne männliche Nachkommen, so sollte dieälteste unverheirathete Prinzessin Königin werden. Dies war dern or köp in g isch e Erb vertrag. Erst 1607 ließ Karl sichunter großen Feierlichkeiten krönen.
Seine ganze Regierung war ein fortwährender Krieg, haupt-sächlich dadurch veranlaßt, daß SigiSmund seine Ansprüche aufsein väterliches Reich unter keiner Bedingung aufgeben wollte.Doch auch in die Angelegenheiten Rußlands mischte er sich; mansehe darüber das 4te Capitel; nnd zuletzt brach auch noch einKrieg mit Dänemark aus. — Mißwachs, Hungersnoth und Pestkamen in den ersten Jahren noch zu den Leiden des ewigen Kriegeshinzu; man kann daher leicht denken, daß seine Regierung nichtunter die glücklichsten Zeiten Schwedens zu rechnen ist. Dennochwar die Masse des Volkes für Karl, denn man fühlte es seinemganzen Wesen und Handeln an, daß er unerachtet der allgemeinenNoth unablässig darauf bedacht war, durch Einrichtungen der ver-schiedensten Art seinen Unterthanen allmählig wieder zu neuemWohlstände zu verhelfen. Auch erkannte das Volk es dankbar,daß unter seiner eisernen Hand die Willkühr der Beamten unddes Adels erlag, und wieder Ordnung nnd Gesetzlichkeit im Reichezu herrschen anfingen. Unaufhörlich reiste er umher, sah selbstzu wie seine Beamten verfuhren, hörte die Klagen der Unterdrücktenoder Uebervortheilten, und sagte jenen aus seine derbe Manierseine Meinung *), die oft in strenge Strafe überging.
Den Adel hatte Karl durch Hinrichtungen und Landesver-weisungen so seiner hervorragendsten Persönlichkeiten beraubt und
-) Nur e!» Beispiel davon! Die Wittwe eines Geistliche» beklagte stehüber ein crlittncS Unrecht best» Kammcrgcricht, ward aber ohne Weiteres ab-gewiesen. Da ging sie zu,ii Könige nnd klagte ihm ihre Noth; dieser las ans-mcrksam die Klagschrist, und schickte sie dann der Kammer mit der Nandbe-bcmcrknng: „ Ihr guten Männer der Kammer! Sofern Ihr nicht dieser armenWittwe ihr Recht verschafft, so könnt Ihr versichert sein, daß mein Stock ausEuren Rucke» Polnisch tanzen wird."
H. („ach zryrek V.)