Druckschrift 
Th. [1.] (1842)
Entstehung
Seite
21
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Einleitung zu der Übersetzung. 2!

er den Befehlshaber daselbst, Johann Sparre, Eriks Bruder,nebst mehrern Andern, gegen die allgemeine Erwartung, als Auf-rührer hinrichten und ihre Köpfe über dem Stadtthor aufstecken ließ.

Als Erik Sparre es vernahm, wußte er sein und der andernHerren Schicksal voraus, und verfaßte sein berühmtes Testament,worin sich der volle Zorn einer empörten Seele aus männlicheWeise ansspricht.

Erst im Anfang des Jahres 1600 begann, vor den ver-sammelten Ständen zu Linköping, der Prozeß gegen die ange-klagten Herren deS Rathes, nachdem sie l'j, Jahr im Gefängniß,von Frau und Kindern getrennt, gesessen hatten. Karl selbst warihr und mehrerer Anderer des Adels Ankläger. Die Hanptbe-schuldignngen waren, daß sie die schon unter Johann offenbartenGesinnungen auch ferner in sich genährt und danach gehandelthätten, indem sie dem Herzog ungehorsam gewesen wären, undsogar eingegangne Beschlüsse der Stände gebrochen, Jenem nachEhre und Leben gestanden und endlich fremde Kriegsheere gegendas Vaterland geführt hätten.

Mehrere der Angeklagten bekannten sich für schuldig, flehtenum Gnade und erhielten sie. Die übrigen NeichSrälhe: ErikSparre, Gustaf und Sten Bauer und Türe Bjelke,welche standhaft erklärten, daß sie hier nur Partheien, keineRichter erblickten, und daher feierlich protestirten, wurden zumTode verurtheilt. Karl widerstand allen Bitten der Bischöfe,blieb kalt beim Knieefall der Frauen und den Thräne» der zahl-reichen Kinder der Genannten, gab Befehl zur Vollziehung desUrtheils und reiste von Linköping ab. Am 20. März 1600wurden sie auf öffentlichem Markte mit dem Schwerte enthanplet,nachdem sie bis zum letzten Lcbenshauche feierlich ihre Unschulobetheuert und eine männliche Standbafligkeit bewiesen hatten.

Der schlaue Hogenskild Bjelke war diesmal noch am Todevorbeigekommen. Doch Karl vergaß ihn nicht! Fünf Jahre späterward er wieder vor Gericht gerufen, und wegen Reden voll Haßgegen Karl zum Tode verurtheilt. Der dritte Bruder Bjelke,einst der reichste Mann in Schweden, mußte mit Frau undKindern und drei Bruderssöhnen ins Elend wandern. DasselbeSchicksal traf noch 33 Männer aus den ersten und ältesten Ge-schlechtern des Adels. So räumte Karl auf, elf er die Krone