Druckschrift 
Th. [1.] (1842)
Entstehung
Seite
18
Einzelbild herunterladen
 

Einleitung zu der Ucbcrsetzung.

18

Adels gegen die Wasa'S, und versicherte schon 1583 seinem Bruder,daß jener vorhabe, die Erb Vereinigung wieder abzuschaffen.Johann aber theilte dies seinen Nathsherren mit und vermehrtedadurch die Erbitterung. Am meisten brachte den Herzog derUmstand auf, daß der Rath dem Könige stets in Allem beistimmte,was zu seinem Nachtheil gereichte, und Einschränkung seiner fürst-lichen Privilegien bezweckte.

Besonders zeichnete sich hierin Erik Sparrc aus; ja dieserhatte sogar ein Buch darüber geschrieben, wie nöthig es für dieRuhe des Reiches wäre, daß die Herzoge nicht zu große Frei-heiten besäßen. Johann war sehr davon befriedigt, Karl aberfaßte seitdem einen unversöhnlichen Haß gegen Sparre, welcherletztere endlich als blutiges Opfer desselben fiel.

Sobald der Herzog nun mit seinem Bruder versöhnt war,fing er an ihm das Benehmen der genannten Nathsherren ineinem so verdächtigen Lichte darzustellen, daß dieser beschloß, sievon neuem vorzufodern, vor das Gericht der zusammenberufenenStände zu stellen, und sie hauptsächlich wegen heimlicher Komplottegegen die Erbfolge anzuklagen. Dies geschah; zwei Jahre langwurden sie durch Gefängniß und Drohungen verschiedener Artgequält, ohne daß man sie zu einem Geständnis; bringen konnte,und endlich wieder bis auf Weiteres auf ihre Güter entlassen,da das Volk ein beunruhigendes Mitleid mit ihnen gezeigt hatte,Gunnila mit Bitten nicht nachließ, und Johann, der jetzt an einerzehrenden Krankheit litt, auch wieder mit Karl, der sich 1593wieder mit Christina von Holstein vermählt hatte, gespannt war.

Bald nachher, im November 1592 starb der unglückliche,stets mit sich und dem Leben uneinige König, mit dem weh-müthigen Bekenntniß, daß es ein Mißgriff sei, die Menschen inGlaubenssachen zwingen zu wollen.

Jetzt sollte das Reich an Sigismund kommen. Bis dieserangelangt wäre, übernahm Herzog Karl in Vereinigung mit demRathe die Regierung, welche Maßregel Sigismund gemeldet undvon diesem gebilligt ward.

In Schweden aber fürchtete man einen König, der nichtnur katholisch war, sondern auch vollkommen in den Banden derJesuiten lag. Sich dagegen von vornherein zu schützen, ward imFebruar 1593 in Upsala, hauptsächlich auf Karls Veranlassung,