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Th. [1.] (1842)
Entstehung
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Einleitung zu der Uebersetzung.

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gewesen, empfahl; das wichtige Werk ward mit Verficht und-Beharrlichkeit vorgenommen, und schon 1527 verordnete der NeichS-tag zu Westeräs die Einziehung der geistlichen Güter.

Sein« Minder ließ der König natürlicher Weise im neuenGlauben erziehen, und alle, außer Johann, blieben demselben auchgetreu. Dieser ward bald durch seine Gemahlin Katharina, die einesehr eifrige Katholikin war, wankend gemacht. In der Einsamkeitdes Gefängnisses arbeitete sie, mit dem Eiftr des Glaubens undder Liebe, an seiner Seele; und schon Erik hatte ihn in den letztenJahren seiner Regierung in Verdacht ein heimlicher Papist zu sei»,wogegen sich Johann aber noch sehr heftig vertheidigte.

Als Johann zur Regierung kam, fand er das Kirchenwesenin großer Unordnung. Wie früher die katholischen so waren jetztdie lutherischen Geistlichen zum großen Theil unwissende, ja nichts-nutzige Menschen, ihres hohen Berufes durchaus unwürdig. Dabeiwaren die Kirchen verfallen, das Kirchensilber verschwunden u. st w.Genug, der König fand hinlänglichen Grund in die kirchlichenAngelegenheiten einzugreifen. Aber er that es aus eine Weise, diebald Verdacht erweckte; denn nicht nur schaffte er Mißbräuche ab,sondern verordnete auch Wiederherstellung der Klöster, Verehrungder Heiligen, Fürbitten für die Todten u. dgl. m. Auch Jesuitenließ er heimlich nach Schweden kommen, die sich für Lutheranerausgaben und als solche in Stockholm angestellt wurden, in ihrenVorlesungen und Disputationen aber auf geschickte Weise dieSchwächen der neuen Lehre aufzudecken suchten.

Indessen fühlte Johann doch bald wie schwierig es sein würde,den Katholicismus gleich ohne Weiteres wieder einzuführen; er undseine Vertrauten unter den Geistlichen verfaßte» daher ganz im katho-lischen Geiste eine neue Kirchenordnnng, die sie aber nicht Meßbuch,sondern Liturgie nannten , und welche die Brücke zur Rückkehr inden reinen Katholicismus bilden sollte; 1576 erschien sie gedruckt,in lateinischer und deutscher Sprache *). Ihr Gebrauch wardgeboten und Luthers Katechismus verboten, so wie auch eigentlichekatholische Lehrbücher eingeführt und noch vieles Andre gethan,was die Wiederherstellung des Katholicismus befördern konnte.

-) Sie ward auch, wahrscheinlich spottweisc, das „rothe Buch" genannt,weil sie eine» rothe» Einband hatte, und die Rainen der Heiligen darinmit rothe» Buchstaben gedruckt waren. H.