Einleitung zu der Übersetzung.
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während in den übrigen Theilen des Reiches Ucbermuth undgrausame Willkühr der Großen das Volk bis aufs Blut peinigte.Karl aber war eben ein Mann des Volkes, und war es, weiler es sein wollte, und dies weil er, der geborene Herrscher, denherrschsüchtigen Adel haßte und von ihm gehaßt ward. Darumnannte ihn dieser später auch den „Vauernkönig." Er aberfreute sich dieses Titels und ging mit den Bauern und Bürgernum wie mit seinen Freunden, mit den Großen aber als wärensie seine Knechte.
Auch er, dieser Mann des klaren und scharfen Verstandes,litt an dem Familienfehler der Heftigkeit in so hohem Grade, daßmancher angesehene Mann die Schwere seiner Hand kennen lernte,und Flüche und Schimpsworlc aus jeden herabregneten, der seinenZorn erregte.
Beide Brüder, sowohl Johann wie Karl, hatten, gleich allenWasa's, ein ausgezeichnetes, wohlgebildetes Aeußere; doch warJohann der Schönere. In seinen Zügen, heißt es, waren Güte,Schönheit und Majestät verschmolzen; Karl hingegen trug inseinem übrigens auch evlen Gesichte zu sehr den Ausdruck großerStrenge, um angenehm zu erscheinen.
Daß es für Johann höchst schwierig sein mußte, als Lehns-herr eines solchen Bruders, der wie zum Herrscher geboren war,sich in Ansehen bei demselben zu erhalten, begreift man leicht!Er fühlte dies auch so sehr, daß er gleich zu Anfang seiner Re-gierung auf alle Weise den Arel sich zu verbinden suchte unddemselben noch viel größere Privilegien ertheilte, als er bisherschon besessen hatte.
Aus Furcht vor Rußland schloß Johann 1570 Frieden mitDänemark, und bald entbrannte jener Krieg mit dem erster»Lause, in welchem Pontuö de la Gardie seine Lorbeeren sam-melte ^), und die schwedischen Krieger sich für künftige wichtigereKämpfe übten.
Unterdessen ruhte der Streit zwischen den beiden Brudernbeinah gar nicht. Johann hatte Karl, um ihn über seine Aus-schließung von der Mitherrschaft zu beschwichtigen, größere Frei-heiten und Gerechtsame in seinem Herzogthume bewilligt, dasselbeauch vergrößert. Aber Karl verlangte immer mehr und ging in
) Siehe das rsste Capitel.