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Th. [1.] (1842)
Entstehung
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aber auch, daß er einem durchaus schlechten Günstlinge, dem inder schwedischen Geschichte berüchtigten Goran Persson, in dieHände fiel, den man mit Stecht seinen bösen Dämon nennen kann.Was Erik Gewaltsames und Grausames ausgeführt hat, das istvon diesem niederträchtigen und habsüchtigen, aber schlauen Manneausgegangen, und eS ergreift uns eine wehmüthige Trauer überdie menschliche Schwäche, wenn wir in Eriks nachgelassenem Lage-buche sehen, wie das Bessere in seiner Seele in stetem Kampfemit dem bösen Feinde war, aber ohne desselben Herr werden zukönnen. Und dennoch vermochte auch dieser unglückliche, innerlichverwirrte Sohn eines großen, mit sich einigen Vaters, ein ebenso treues als inniges Gefühl in sich zu tragen, ich meine seineNeigung.zu der heißgeliebten Karin, die weder Zeit, noch Unglück,noch selbst der Wahnsinn in ihm zu zerstören vermochte! '*).

*) Karin Mausdottcr war die Tochter eines Corporals aus Eriks Leib-garde , und verkaufte als dreizehnjähriges Mädchen auf öffentlicher Straße Nüsse,wo sie Erik durch ihre ausgezeichnete Schönheit und Amnuth auffiel und be.zauberte ; so sehr, daß er seine Schwester Elisabeth bewog, sie unter ihre Hof-fräulein aufzunehmen n»d ihr Unterricht aller Art ertheile» zu lassen. Baldzeichnete sie sich durch ein eben so liebenswürdiges als sittliches Benehme» aus,und der herrische König ward der dcmüthigstc und ergebenste Liebhaber. Diekleine Karin, (wie sie oft genannt wird) erwiederte endlich die Liebe einesMannes, der nicht nur mächtig, schon und geistreich, sondern auch, wenn er»nr seinem Herzet, folgte, liebenswürdig war, und gab sich ganz ihrem geliebtenErik hin, der ihre Liebe so hoch zu schätzen wußte, daß er von dieser Stundean alle bisherigen Liebe,Verhältnisse, (denn er hatte ausschweifend genug gelebt)abbrach, und nur seiner Karin lebte. Als sie ihm vollends einen Sohn gebar,gab er alle Gedanke» a» eine ebenbürtige Gemahlin auf, und beschloß heimlichsie künftig zu seiner rechtmäßigen Gattin zu erheben. Bis dieser Zeitpunkt ge-kommen wäre, fuhr er fort sie mit solche» Beweisen von Liebe nnd Treue zubehandeln, daß das Volk glaubte, sie habe ihn durch einen Licbcstrank ver-zaubert. Eöran PcrSson fing an besorgt zu werden; denn obgleich Karin sichdurchaus nicht i» die Rcgicrnugsgcschäste mischte, nnd ihren Einfluß auf denKönig nur bisweilen gebrauchte nur ihn von grausame» Handlungen zurückzu-halten, so fürchtete er doch, daß sie allmählig mächtiger werde» möchte als er.Daher suchte» er und seine Anhänger dieselbe durch falsche Beschuldigungen beiErik i» Ungnade zu bringen; aber dieser, gegen dies Eine menschliche Wesenunerschütterlich in seinem Vertrauen, gcricth in einen so furchtbaren Zorn, daßnur die flehentliche» Bitten der gutherzigen Karin selbst die Lcrlänindcr rettenkonnte,,. Hätte sie dieselben nur ihrem Schicksal überlasse»! ihrem geliebte»Erik wie dem ganze» Lande wäre es zum Heile gewesen! Seine Treue undZärtlichkeit für sie blieb immer gleich, und äußerte sich in den zarteste» Auf-merksamkeiten. So machte er z. B. Licbcsli.dcr aus sie, setzte sie selbst inMusik, und ließ sie a,k schönen Abenden, wenn er mit ihr auf dem Mälarsccumher fuhr, von seine» Musikern spiele» und singen. Endlich ISS8 ließ ersich öffentlich mit seiner geliebten Karin trauen und sie mit großer Pracht krönen.Doch nur wenige Monate genoß sie dieser neuen Ehre, da ward Erik der Kroneund der Freiheit beraubt. I» seinem Gefängniß besuchte Karin ihn, so oft sienur Erlaubniß dazu erhielt, nnd ihre Nahe war der einzige Lichtstrahl, der in die