seine drei jungem Söhne mit erblichen Herzogthümern ausgestattet,Johann war Herzog in Finnland, Magnus in Ostgothland, Karlin Südermannland; Erik aber ihr König und Lehnsherr. Zwarhatte er dies gethan, (wie man aus einer Aeußerung von ihmschließt), um seinem Stamme einen festem Schutz gegen die An-maßungen der „Herren" (dem höhern äußerst herrschsüchtigcn undeigenmächtigen Adel Schwedens) zu geben, und so die königlicheWürde, wenn vielleicht Erik, dessen unseligen Charakter er mitSchmerz durchschaute, sie bald verwirken würde, doch einem seinerandern Söhne zu erhalten, da sie durch ihre Herzogthümer anMacht und Ansehen hoch über dem ganzen Adel des Landesstanden und ihn solchergestalt im Zaume halten konnten. Aberer hatte auch durch diese Einrichtung den Saamen der Zwietrachtzwischen diese seine Söhne gestreut, der freilich durch Eriks Nicht-beachtung mancher testamentlichen Verordnung des Vaters genährtward. Von Anfang an fürchtete Erik sich vor seinen Brüdernund wandte sich mehr dem Adel zu, den er durch Begünstigungenzu gewinnen suchte, indem er die Macht seiner Brüder, und diesmit Zustimmung der Stände, beschränkte.
Indessen zeichnete sich seine Regierung anfangs durch manchegute Verordnungen aus. So errichtete er z. B. in dem, nochsehr in gesetzlose Unordnung versunkenen Reiche zuerst ein immer-währendes Obergericht, des „Königs Nämnd," (eine Art vonJury) genannt, welches später von Johann wieder abgeschafft,von Gustaf II. Adolf aber, in etwas veredelter Form, wiederhergestellt ward (siehe das 32ste Cap.).
Doch diese und ähnliche gute Einrichtungen verbreiteten nureinen schnell vorübergehenden Glanz über seine Regierung, undwas sich auch von Anfang an gezeigt hatte, seine ungemeßneVerschwendung und Prachtliebe (bei seiner Krönung) die rastloseVeränderlichkeit seines Sinnes (Lei seinen HeirathSanträgen anfremde Fürstinnen, deren er heimlich mehrere zu gleicher Zeitmachen ließ) das Mißtrauen, die Wunderlichkeit und die furcht-bare Heftigkeit seines Wesens arteten immer mehr aus, und wur-den allmählig die vorherrschenden Bestandtheile seines Charakters.Heftigkeit war überhaupt ein Charakterzug aller Wasa's; bei Erikaber hatten ihre Ausbrüche von Anfang an den vollen Anstrichdes Wahnsinns, in den er später verfiel. Sein Unglück war es