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Über die gegenwärtige Lage des Königreichs Hannover : ein Versuch, Ansichten aufzuklären
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31. Letzter Zwiespalt der Cammern.

Geneigtheit des Königs auf die Anträge wegen des Grundge-setzes und wegen Vereinigung der Domainen hineinzugehen aus-gesprochen war, verfehlte ganz seine Wirkung, weil noch immerdie Oeffentlichkeit versagt blieb; und weil das Gerücht über dieallerhöchsten Erklärungen um vieles günstiger lautete, als dasdemselben erst nach längerer Zeit folgende Actcnstück. Manmeinte auch hier Beschränkungen des königlichen Willens zufinden. Jndcß wurde mit jedem Tage nvthwendiger die Ver-sammlung zu schließen. Die Regierung bedurfte Zeit um dieAusführung jener großen Maaßregcln zu bewirken.

Viele, und bedeutende Mitglieder beider Cammern hattendie Stadt nach beinahe vicrmonatlichcm Aufenthalte schon ver-lassen, viele der thätigsten waren durch so große Anstrcngungeükörperlich ermattet, alle von versäumten Geschäften und Ver-langen nach der Heimat gedrängt. Es wurde jetzt noch einmalalle Kraft aufgebotcn, um in den Confercnzcn die Sachen zubeendigen. Das Ablüsungsgesetz wurde glücklich beschlossen.Die Bewilligung der Diäten aus der Landescasse und Zulassunglandesherrlicher Commissarien ausgesprochen, die Wahlordnungder Städte festgestellt, alles für den Fall, wenn das Grundge-setz nicht zu Stande gebracht werden sollte. Denn entschlossenkeiner Halbheit die Stimme zu geben und nur zu sehr durch dieganze Lage der Dinge an die Schwierigkeiten redlicher Hülfe er-innert, wollte man auch für den unerwünschten Fall, wennkeine Vereinigung möglich scyn sollte, die Verfassung der zwei-ten Cammer so stellen, daß von dem neu zu wählenden Land-tage tüchtiges erwartet werden dürfte. Selbst der Antrag aufAufhebung der Stifter wurde noch im Wesentlichen durchgesctzt,und andres minder wichtige beseitigt

Ueber den Zehnt - und Scheffclschatz jedoch konnte nach sie-benstündiger Berathung keine Vereinigung getroffen werden.Eine Confcrcnz unter Zuordnung landesherrlicher Commissaricnwurde beschlossen, worauf die Regierung erklärte, den Antragnoch in neue Erwägung nehmen zu wollen. Ueber die Preß-freiheit wurde von der ersten Cammer eine Erneuerung der an-fänglichen Confcrcnz gewünscht, aber auch diese, wclchc von