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IV. Neueste Ereignisse.
wichte den wahren Standpunkt der Verhältnisse noch kcincswe-ges. Auf diese Weise war nicht daran zu denken, daß Sachenvorgelegt werden konnten, die eine bestimmte Acndcrung derGrundsätze, ein Verlassen jenes principlosen Herkommens be-zeugt hätten. Dann blieb aber der Regierung in der Thalwenig übrig als ihr Geschäft aufzufassen, nicht alö den Ausflußgroßer, klarer, starker Gedanken und Grundsätze, sonvern alsden Complex aller einzelnen Regierungshandlungen, und zuglauben, indem man eine große Thätigkcit in diesen Einzelheitenzeigte, werde man am besten beweisen, wie vollkommen die Re-gierung ihren Zweck erreiche; vielleicht hoffte man auch in derBearbeitung dieses Einzelnen einen Thcil des Feuers abzuküh-len, das auf den Landtag gebracht seyn möchte. Wollten dieStände dennoch mehr, so ließ man allen weiteren Anträgenvöllig freien Raum; nur die zwei Cammcrn behielt man vor,und mochte vielleicht die Ansicht hegen, die erste Cammer werdegerade jetzt ein kräftiger Damm gegen etwaigen revolutionärenGeist der zweiten seyn.
Allein zum Glück war ein solcher Geist nicht vorhanden;wäre er es gewesen: so würde gerade diese Politik des Äbwar-tens den furchtbarsten Uebeln den Weg eröffnet haben. Willdie Negierung ihre Stellung behaupten, will sie ihr hohes Amterfüllen: so muß sie stets zeigen, daß sie im Stande sey, anEinsicht in die Interessen des Staats allen Vertretern des Volkssich gleich zu stellen. Sic darf sich niemals die Führung derGeschäfte entziehen lassen, darf dies am allerwenigsten bei Ge-genständen von so überwiegendem Gewichte, wie die, welcheman von den Ständen erwarten wollte, bei Principien, vondenen alle bisherigen Verhältnisse des Staats abhängcn. Nie-mals darf die Regierung den Ständen sagen: „Wir sind wil-lig, gebt uns die Grundsätze nach denen regiert werden soll, wirwollen solche befolgen!" Sobald die Regierung sich in dieseLage stellt, sobald sie nur annähernd eine solche Schwäche zeigt:sobald bekennt sie sich unfähig jenes gewaltige dritte Wort zusprechen, das ihr in der Verfassung angewiesen ist, und seynmuß. Die Männer, welche regieren, müssen nach eignen Grund-