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Über die gegenwärtige Lage des Königreichs Hannover : ein Versuch, Ansichten aufzuklären
Entstehung
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12. Die neue Ständeversammlung.

tung die Nothwendigkcit davon an den Tag legen würde."hatten wohl den Anknüpfungspunct gegeben. Leider hat sichdiese Nothwendigkeit traurig genug an den Tag gelegt. DasLand ist auf diesem Wege in Gefahren der schrecklichsten Art gc-rathcn; und sehr natürlich; denn dieser Schluß der Verhand-lung enthalt in der Lhat dasGeständniß, daß man selbst injenes Feld politischer Versuche und Thcoriccn ohne es zu wissenund zu wollen gcrathcn war, welche das Schreiben vom 5. Ja-nuar mit so großer Bestimmtheit, und so vielem Rechte zurück-gcwiefen hatte.

12. Die neue Ständeversammlung. Stellung derNegierung zu derselben.

Die neue Versammlung trat nun ins Leben, kränkelnd andrei Grundfehlern, die sie erst im zwölften Jahre zu überwin-den begonnen hat: einem gänzlichen Mangel an Vertrauen undAchtung in Folge ihrer Entstehung, einem ungemeinen Ueber-gcwicht des Adels in Folge ihrer Einrichtung und einem unüber-windlichen Einflüsse der Regierung, gefordert durch die Theil-nahmlosigkcit der Wahlcorpvrationcn und durch die Last derDiatcnzahlung, welche selbst ohne Einmischung fremden Ein-flusses die Wahlen auf die Staatsdicncr in der Hauptstadt lenk-te. Sv bildet sic einen scharfen Abschnitt gegen die provi-sorische Versammlung, deren Anträge sie meist gänzlich beiSeite legte; und ihre Geschichte ist erst ein Versinken zu immergrößerer Apathie, daun ein allmäliges Ermannen, bis das letzteJahr sie plötzlich und dem Lande wenigstens sehr unerwartetumgcschaffcn, und in ihr eine Kraft gezeigt hat, die in derschwersten Zeit das Land von unendlicher Verwirrung rettenkonnte.

Im Jahre 1820 begann man damit einen Militair-Etatdurchzuführcn, dessen ganz unverhaltnißmaßige Kostbarkeit durchdie Bemerkung, daß den Standen kein Recht zustehe, sich indie innere Organisation des Heers zu mischen, vordem Angriffgeschützt wurde. Die provisorische Versammlung hatte einen