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Beitrag zur Erkenntniss der Natur und Heilung der Cholera : nach eigenen Erfahrungen
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Krankheit auf die Natur der Ilaupterseheinungen der-selben stützen müssen, so ist der oben ausgesprochenediätetische Grundsatz,dafs man die verdünnendenund Absonderung befördernden Speisen und Getränkenicht gänzlich gegen solche vertauschen solle, welchejene Absonderungen unterbrechen, ganz richtig.

10) Als Vorbauungsmittel sind also diejenige Lebensartund das Regime zu empfehlen, welche die Functionender Nieren und Haut befördern. Doch mufs man auchhierbei den hitzigen Absonderungsmitteln nicht zuviel Platz einräumen.

11) Der reichlichere Genufs von Kochsalz ist indieser Beziehung sehr zu empfehlen.

12) Für den Nutzen von Alkalien, die schon Ser-türner a priori als Prophylacticum gegen die Choleraanpries, spricht auch noch die Neigung des Blutes, zugerinnen. Alkalien und Salze sind gewifs geeignet,solche Gerinnungen zu verhindern: Die, kohlen-saures Natrum , Kochsalz und Kohlensäure haltigen,Mineral-Quellen von Selters, Roisdorf, Fachingen,Teplitz, Gastein, Ems, Schlangenbad und manche an-dere verdienen daher Empfehlung.

13) Alle diese Mittel passen, wenn man hoffen kann,durch gröfsere Anstrengung der Thätigkeit der Nie-ren der beginnenden Congestion des Blutes nach denCcntral-Organen eine andere Richtung zu geben, alsGegenreiz.

14) Ist diese Congestion einmal vollendet und zumAusschwitzungs-Procefs übergegangen, dann ist das besteDiureticum, das beste Diaphoreticmn die Venaesection.

15) Die Cholera gehört eines Theils zu den Reten-tionen, andern Theils zu den Profluvien; Reizungist Ursache von beiden, und die rationelle Behand-lung kann also nur gegen diese gerichtet sein.

16) Man könnte sagen, Cholera sei Tuberkel-Bildung; wenigstens besteht zwischen beiden dadurcheine Verwandtschaft, dafs Tuberkelstoff dem Faser-stoff des Blutes gleicht. Tuberkel-Bildung ist wieCholera ein Zersetzungs-, Molkenbildungs-, Gerinnungs-Procefs des Blutes. Bei Tuberkeln geht er langsamund im Capillar-Gefäfs-System, bei Cholera rasch und