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Beitrag zur Erkenntniss der Natur und Heilung der Cholera : nach eigenen Erfahrungen
Entstehung
Seite
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IV. Seclion der Gottlicba Retzlaff, 71 Jalire alt, klein,schwächlich, mager, alle äufsern Kcnnzeiclien einesIiolien Alters, erkrankte am 26. Juli 1831, Nachmit-tags, nachdem sie Hafergrütze mit saurer Milch ge-nossen, in ihrer Wohnung am Ufer zu Eihing (Rog-ges-Holzliofl), in der bisher noch kein Erkrankungs-fall vorkam, mit Erbrechen und Durchfall, zu demsich gegen Abend heftige Krampfe in den Wadengesellten.

Am 27-, Morgens 7 Uhr, wurde sie ins Hospitalgebracht, hei ihrer Aufnahme von Dr. Ilousselleempfangen und in Behandlung genommen; es zeig-ten sich hei ihr alle charakteristischen Zeichen derCholera und es wurde hei ihr die Behandlung mitChinin und Opium cingeschlagen, worauf zwar dieWärme allmählich zurück kehrte, aber dennoch späterder Puls sank, bis sic unter Sopor, Abends 9 Uhr,starb.

Die Section geschah am 28. Juli, 4 Uhr Nachmit-tags, 19 Stunden nach dem Tode. Der Körper warhöchst abgemagert, mit allen Zeichen des Alters,An Rücken und Extremitäten keine blaue Flecken,keine auffallende Steifigkeit. Das Blut in den Ilaut-gefäfsen schwarz und dünn und der Leih stark aus-gedehnt.

Bauchhöhle. Omentum sehr fett, in Bauch- u. Becken-höhle keine Flüssigkeit, dieBlaseganz leer, aber normal.Die Gallenblase voll dunkler grüner Galle, Milz mür-be, klein; bedeutende Adhäsionen der Gedärme andas Peritonaeum, welche einen alten Ursprung zuhaben schienen, Nieren gesund, Uterus normal. DieConteuta des Colon descendens und transversum glex