für ein gutes Zeichen hielt; der Puls hatte sieh wah-rend und nach dem Aderlafs gehoben; doch blieb dieZunge kalt; Urin-Secretion stockte seit 12 Stunden 5die Haut war zwar feucht, doch kalt, Krämpfe undAngst bedeutend.
Nach einigen Stunden war die Hauptklage: Schmer-zen im Epigastrium, grasgrün gallichtes wässeriges Er-brechen in enormer Masse, dauert wie der Durchfallfort. — Morgens den 2■ Kälte der Haut und Zungehat zugenommen, Schmerzen im Epigastrium dauernim hohen Mafse fort. Behandlung dieselbe. Mittagswar die Haut weniger kalt, der Puls deutlich fühl-bar, die Zunge etwas belegt und wärmer; Erbrechenund Diarrhöe dauern fort; die Kranke verdreht dieAugen und klagt laut und jammernd über Angst undKopfschmerz; Prognose gut. Verordnung: Cataplas-mata emollientia ad epigastrium, Vesicäntia ad suras,innerlich Salep-Schleim mit Opium, abwechselnd mitWismuth - Pulvern von 2 Gran. — Ich erlaube ihr,kaltes Wasser zu trinken, was sie sehr erquickt.
Morgens den 3- Sept. hatte die Angst im Epigastriumzugenommen; beim Druck auf dasselbe w r ar derSchmerz lebhaft. Das Nachlassen der Cholera-Symp-tome und fieberhafte Reizung des Pulses, Ansehen desAuges, vermehrte Wärme u. s. w. gaben zu erkennen,dafs eine beginnende Entzündung vorhanden sei; eswurden ihr defshalb wiederholt Aderlässe, kalte Um-schläge auf Kopf und Magen gemacht, Blutigel ge-legt und Calomel zu 2 Gran alle 2 Stunden, 12 Dosen,gereicht, worauf nach 5 Tagen vollkommene Gene-sung eintrat.
(Unterz.) Barend!, 7- Sept. 1831. Dr. Stucke.