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geöffnet, wodurch man mit aller Mühe kaum 8 UnzenBlut entziehen konnte; gleich darauf bekam sie voneiner Lösung von 10 Gran Extr. Belladonnae in 2Drachmen Kirscliloi’berwasser 20 Tropfen, also unge-fähr 1 Gran Extr. Belladonnae ; aufs erlich wurdenalle möglichen Erw'ärmungs- und Ableitungsmittel,die schon früher von den Leuten seihst angeordnetwaren, fortgesetzt, und Senfteig auf Bauch und Wa-den gelegt.
Abends 7 Uhr. Die Kranke befand sich fortwäh-rend in gröfster Angst, der Puls war kaum fühlbar,die obern Extremitäten fortwährend marmorkalt,eben so Gesicht, Zunge und Athem, die Nägel indigo-blau, die Haut an den Händen zusammengeschrumpfl,eine unwillkürliche Stuhlausleerung war erfolgt. DerFall gehörte zu den schlechtesten; es war Choleravebementissima, und die Prognose die übelste.
Es wurde versucht, ihr mittelst einer Schröpf-pumpe, die ich auf Brust und Magen applicirte, eineBlulentzichung zu machen, w'as aber wegen der gänz-lich darnieder liegenden Blut-Girculation in den Haut-gefäfsen gar nicht gelang. Wir verordneten ihr einPflaster mit Brechweinstein auf den ganzen Unterleib,liefsen die Senfpflaster wiederholen und gaben ihrein Infusum Serpentariae mit Licp Ammon, anisat.(l’/ 3 Drachme auf 4 Unzen); dabei bekam sie nochJ Gran Extr: Belladonnae.
Den lg., Morgens 9 Uhr. Die Kranke lebt noch,sie befindet sich sogär besser; die Angst ist gröfsten-fheils verschwunden ; sie hat weder Erbrechen, nochKrampf, noch Durchfall; doch ist sie noch fast puls-los, kalt, und es stockt die Urinabsonderung gänzlich»