Spiritus Capsici compositus, Stunden lang fortgesetzt,Anlegen heifser Krüge, .Einliiillen in wollene Decken;b. innere: alle 2 Stunden 2 Gran Cliinin mit '4 GranOpium, acht Dosen der Art innerhalb 24 Stunden,dabei warmen Rräuterthee von Canaillen und Mentha,so oft die Kranke begehrte. Nach 24 Stunden noch-mals dieselben Pulver wiederholt, bis zum Nachlasseder Krämpfe, des Erbrechens, des Abweichens undbis zur Wiederkehr des Pulses.
Nun traten allmählich Symptome der Reaclion auf;bei indifferenter Behandlung entwickelte sich eingastrisches Fieber mit heftigen Congestionen zumKopfe und zur Bimst; da die Patientinn zugleich anMenostasie litt, so wurde ihr eine Venaesection von12 Unzen am Fufse gemacht; 12 Stunden nach derVe-naesection wurde; ihr ein Brechmittel gereicht, w elchesgallichte Stoffe entleerte. Ich betrachtete sie nach 3Tagen beim Auftreten dieser Symptome als von derCholera gerettet, und bähe die Febris nervosa mitpassenden, ableitenden Mitteln, Blutigeln, Sinapismen,Spanisch-Fliegen-Pflaster, bis zur völligen Genesungbehandelt. Dr. Stucke.
2) G-otilieba Relzlaff, Bäuerinn, 71 Jahre alt, in El-bing, erkrankte am 27. Juli 1831. Ursache: Genufssaurer Milch und grofser Bohnen, Aufenthalt in en-ger, feuchter Wohnung am Wasser. Form: Choleravehementior. Sie starb nach etwa 24 Stunden beiderselben Behandlung, die der Vorigen zu Theil wurde.Behandelnder Arzt: Dr. Housselle.
3) Johann Friedrich Ahlens, 13 Jahre alt, lebte ingrofser Dürftigkeit in einem bisher von Cholera ver-schonten Hause; auffallende Krankheits-Ursachen feh-
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