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Bei den Fällen von Cholera, welche ich genauerzu beobachten Gelegenheit hatte, waren, so viel sichausmiltcln liefs, folgende Ursachen wirksam gewesen:Schlechte, wässerige, saure oder scharfe Speisen, saureoder gegohrene Getränke, zur Unzeit oder in Ueber-mafs genossenes kaltes Wasser, Schmutz in Kleidung undWohnung, Aufenthalt in engen, mit Menschen über-füllten Räumen, Sorge, Gram, Furcht und nieder-drückende Affecte, oder aufregende, hitzige Leiden-schaft, Schreck, Aerger, Jähzorn, Erkältung des Magensoder der Haut, Diäll’ehler, vernachlässigte Diarrhöen,Nachtwachen, allzu angestrengtes Arbeiten, nächtlicherAufenthalt im Freien,besonders am Wasser; Gewerbe,die der Berührung mit Wasser aussetzen, oder die denGenufs feuchter und verdorbener Luft veranlassen,sanguinisch pletborisclie Constitution, Neigung zu Apo-plexie, venöse Ausartung der Blutmischung durchschlechte Speisen, besonders durch geistige Getränke.
Zum Trost aller Unterleibskranken, Ilypochon-dristen, Hysterischen und Empfindsamen sei es ge-sagt, dafs gerade ein feineres Gefühl für Unterleibs-beschwerden vor jenen groben Diätfchlern, die Cho-lera erzeugen, schützt, und dafs Schwäche und Er-schöpfung weniger zur Cholera prädisponiren, alslleberfüllung, UeberSpannung, Ueberreizung.
Ob Ansteckung auch zu den Cholera hervorbrin-genden Ursachen gehöre, darüber bestehen die ver-schiedensten Ansichten; die Möglichkeit der Ansteck-ung wird selbst von den entschiedensten Anticonta-gionisten nicht gcläugnct; doch kommt sie praktischund polizeilich in keinen Betracht. Das kräftige Man-nes-Alter disponirt am meisten zur Cholera.