Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
485
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Zap 48z

dreht nun die Zapfen nach der bestimmten Lange ab,wozu man sich der Zapfenfeilen bedient, bis die ge-hörige Dicke da ist. Man halte nun, nachdem das Ge»triebe oder die Welle mit den Zapfen gut gehärtet ist,einen feinen harten Oelstein an den Zapfen, und lasseihn daran ablaufen; hernach halte man einen hartenscharfeckigen und polirten Stahl daran, und polire ihndamit mit Zuthuung des Baumöls. Zuletzt kann mannoch ein gutes Polirpulver nehmen, s. Poliren.

Nachdem man nun den Zapfen auch die rechteLange gegeben hatte; so muß man sie an ihren Endenabrunden. Bey Zapfen, welche auf einer Unterlage,z. B. auf einem stählernen Plättchen laufen, wie dieZapfen der Spindel u s. w. muß man die Enden nichtzu flachrund machen, damit die Fläche, welche auf demPlättchen ruht, nicht zu groß sey. Man darf sie aberi auch nicht zu spitzig machen. Die rechte Mittelstraßewird auch hier wohl zu empfehlen seyn.

Eine andere Art Zapfen (6rocde§) sind diejenigen,welche auf die Platten der Uhr genietet, und die gewis-se Theile tragen, welche um sie beweglich sind, z. B.beym Wechselrade im Vorlegewerke, u. s. w.

Zapfenfeilen. Es sind dies eine Art feinerplatter Feilen, welche nur auf einer Fläche gehauensind, Ihre Ecken müssen recht scharf seyn, damit manden Zapfen recht scharf ansetzen könne.

Zapfenlager, s. Zapfenloch.

Zapfenloch, Zapfenlager, Irou. DieZapfen müssen bey den Uhren jedesmal in Löchern gehen,welche nach der Gestalt, Größe und Stärke der Zapfen! gebohrt sind, und diese Löcher nennt man Zapfenlö,j cher, Zapfenlager.

Man bohrt die Zapfenlöcher so, daß die Zapfengenau hineinpassen, und sich darin leicht herumdrehen! äffen, ohne darin einen Spielraum nach allen Richtn»-