Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
376
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Wenn man sich eins gläserne Röhre, an welcherUnten eine hohle Kugel ist, mit Waffer, Quecksilber,Weingeist, ooer einem andern flüssigen Wesen, bis aneine gewisse Stelle gefüllt gedenkt, und diese Röhre,nachdem man die Luft so viel sichs thun ließ herausge«bracht hat, oben zuschmilzt; so hat man dasjenige In,strument, welches man Thermometer nennt, und in demdas Quecksilber oder die andere Flüssigkeit steigen wird,so bald man die Röhre erwärmt z. B. durch einewärmere Temperatur der Luft hingegen sinken,wenn man sie in die Kälte bringt. Man brachte nuneine Scale an die Röhre, das Thermometer selbst ineine Kälte, wo das Wasser fror, und sah zu, wie tiefdas Quecksilber in der Röhre sank; dahin kam denn derunterste Punkt der Scqle. oder der Eispu nkt. Manbrachte es nun auch in eine Hitze, welche das Wasserkochend machte, und da machte man auch einen Punkt,den man den Siedpunkt nänute. Den Raum zwi,sehen den beyden Punkten theilte man denn in eine ge<wisse Anzahl Theile, und nun konnte man sagen, wie tiefdas Thermometer zu jeder Zeit gesunken war, wiewftt es über dem Eispunkte oder über dem Siedpunktestand,

Die Waffer - und Wclngeistthermometer sind nichtmehr gebräuchlich, sondern diejenigen mit Quecksilber.Darunter sind besonders diejenigen von Fahrenheit,de l'Jsle, Reaumür und andere bekannt, von de-nen ein Jeder eine besondere Eintheilungsart bey seinemThermometer anbrachte. So schrieb Fahrenheitda, wo der Eispunkt war, o, und wo der Siedpunktwar, 212. So viel mag hinlänglich seyn von denThermometern hier beyzubringen. Wer sich mit derenverschiedenen Arten bekannt machen will, der muß diedarüber vorhandnen Schriften lesen, Darunter willich nur folgende anzeigen r

Icksnnsrt, lAermometree, IckggA 1758.