S t u
255
keinen Gebrauch von kleinern Einteilungen machte. S.Uhren.
Stundenzeiger, ^i§ulll6 605 li eures.So nennt man den Zeiger, welcher über dem Ziefer,blatte auf das Rohr des Stundenrades gesteckt, dieStunden auf dem Zieferblatte zeigt. Wie man ihnverfertigt, s. Zeiger.
Stuhuh r. Diesen Namen legt man einer Tisch*uhr bey, welche gewöhnlich in ein messingenes vergolde-tes Gehäuse so eingeschlossen ist, daß ihr Zieferblatt ho-rizontal oder doch parallel mit der Flache des Tisches,worauf die Uhr gesetzt wird. sey. Sie hat mit einerTaschenuhr viele Aehnlichkeit, nur daß alle ihre Theilegrößer als der Taschenuhren ihre sind. Die StuHuhrwird gleichfalls von einer Feder in Bewcgung geseßt,die durch eine Schnecke regulirt wird. Sie hat einKronrad, ein Steigrad und eine Unruhe wie die Ta-schenuhr, und ihr Gang hat gleichfalls eine Spiralfederzum Regulator und eine Stellung zur Berichtigung.Es wird daher eine Stuhuhr in allen L§gen fortgehen,weswegen sie auf Reisen recht brauchbar ist, und mansie auch Reiseuhr genannt hat. Bey ihrem Baueist eben das anzuwenden, was über den Bau der Ta-schenuhr im Artikel Taschenuhr gelehrt ist. Mangiebt den Stuhuhren gewöhnlich auch ein Schlag - undRepetirwerk, und legt bey deren Verfertigung das zuinGrunde, was in den Artikeln Repetiruhr undSchlagwerk gesagt ist. Das Zieferblatt ist vonEmail, und das Gehäuse, auf drey zierlich gearbeitetenFüßen stehend, wird nach der Gestalt und Größe derUhr verfertigt. Man bricht das Gehäuse gemeiniglichan mehrern Stellen durch, damit der Schall besserdurchdringen könne, und ergänzt die durchbrochenenStellen wieder mit Glasfenstern,